2021-02-26 11:01:00 Automobile

Auto-Abos: Erst rechnen, dann buchen

Das eigene Auto verliert bei vielen Zeitgenossen an Anziehungskraft. Statt sich auf Jahre zu binden, entscheiden sich viele Autofahrer inzwischen für eine Verbindung auf Zeit. Neben dem klassischen Leasing hat sich in den vergangenen Jahren die Idee, ein Auto für eine bestimmte Zeit zu abonnieren, mehr und mehr durchgesetzt.

Im Gegensatz zum Leasing bietet ein Auto-Abo deutlich mehr Flexibilität. Je nach gewähltem Modell kann der Kunde den abonnierten Wagen mehrmals im Jahr gegen ein anderes Modell – zum Beispiel ein Cabrio im Sommer und einen Geländewagen im Winter – tauschen. Außerdem sind die Kosten für Wartung, Reparaturen sowie Steuer und Versicherung in der Abo-Prämie enthalten. Beim Leasing muss der Kunde diese Aufwendungen selbst übernehmen.
Deshalb erscheinen die Kosten für ein „abonniertes Auto“ mitunter deutlich höher als bei geleasten Fahrzeugen. Werden allerdings die eingesparten Kosten – auch der TÜV-Besuch und der jahreszeitliche Reifenwechsel ist in der monatlichen Gebühr enthalten – berücksichtigt, wird das Auto-Abo auch finanziell interessant. Das klingt nach einem Rundum-Sorglos-Paket, und das kann es auch werden, wenn einige Dinge vor dem Abschluss des Vertrags und während der Laufzeit beachtet werden.

Die Internetseite www.autoabos.org beispielsweise erklärt Abo-Neulingen, wie sich richtiges Verhalten auszahlen kann. Bei der Übernahme des abonnierten Modells sind vor allem zwei Dinge wichtig: Zeit und Transparenz. Steht das abonnierte Gefährt vor der Tür, ist kein Raum für Hektik. Häufig werden die Fahrzeuge von Fahrern gebracht, die unter Zeitdruck stehen und die Übergabe möglichst zügig abwickeln wollen. Davon darf sich der neue Abonnent nicht beeindrucken lassen. Stattdessen wird der Zustand des Fahrzeugs ausführlich fotografisch dokumentiert, um so bei der Rückgabe vor vermeintlichen Ansprüchen geschützt zu sein. Nachdem vier Augen mehr sehen als zwei, ist es keine schlechte Idee, einen Bekannten zur gemeinsamen Inspektion einzuladen.

Einige Unternehmen verzichten darauf, dem Kunden eine Kopie des Übergabeprotokolls zu überreichen. Um hier Transparenz zu erreichen, sollte auch das Protokoll auf jeden Fall fotografiert werden, damit bei der Rückgabe des Fahrzeugs keine unangenehmen und kostspieligen Überraschungen warten. Die meisten angebotenen Modelle sind zumeist junge Gebrauchte, so dass durchaus die eine oder andere Beschädigung im Lack oder Innenraum vermerkt werden muss.

Die monatlichen Kosten mögen bei manchen Angeboten auf den ersten Blick verlockend erscheinen, doch bei einigen Anbietern lauern zusätzliche finanzielle Belastungen im Kleingedruckten. Um den wahren Preis für die Aborate zu ermitteln, sollten folgende Positionen vor der Unterschrift geklärt sein: Höhe der Startgebühr, Lieferkosten und Rücklieferungskosten, Selbstbehalt bei Teil- und Vollkasko sowie zusätzliche Aufschläge, wenn neben dem Abonnenten auch andere Fahrer das Lenkrad übernehmen. Daneben müssen auch die Kosten für den gewählten Treibstoff in die Kalkulation einfließen. Erst wenn diese Positionen alle berücksichtigt sind, sind die tatsächlichen Kosten für das Abo-Auto ermittelt.

Viele Anbieter werben mit besonders niedrigen monatlichen Kosten, doch handelt es sich dabei um Lockangebote, die mit einer sehr niedrigen monatlichen Laufleistung kombiniert sind. Diese Angebote sind allenfalls für Zeitgenossen interessant, die zum Beispiel nicht mehr als 200 Kilometer fahren. Das dürfte aber nur auf eine Minderheit zutreffen. Werden dann zusätzliche Kilometer beim Bestellprozess gewählt, schießt der Preis wie bei Billigfliegern in die Höhe. Bei der Wahl der Freikilometer gilt es also großzügiger zu denken, um später hohe Zusatzkosten zu vermeiden.

Viele Abo-Anbieter werden unverbindlich, wenn es darum geht, die Lieferzeit für das Wunschauto zu definieren. Viele Kommentare auf www.autoabos.org kritisieren immer wieder, dass die versprochenen Fristen nicht eingehalten werden. Daher muss der Auto-Abonnent also von vornherein eine Pufferzeit einplanen, um Mobilitätsprobleme zu vermeiden. (ampnet/ww)

Veröffentlicht am 26.02.2021

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/Autoabos.org
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