Während batterieelektrische Antriebe bei Pkw zunehmend an Bedeutung gewinnen, sieht es in anderen Bereichen anders aus. Rund 37 Prozent der Autos, 62 Prozent der Lkw sowie über 80 Prozent von Schiffen und Flugzeugen werden laut EU-Prognose auch 2040 noch auf flüssige Energieträger angewiesen sein.Eine neue Analyse von eFuel Alliance und Porsche Consulting stellt diese Entwicklung sogar noch deutlicher dar. Sie kommt zu dem Schluss: Der Hochlauf der Elektromobilität könnte langsamer verlaufen als geplant. Kurzfristig bremsen knappe Rohstoffe wie Lithium oder Nickel. Langfristig könnte der schleppende Ausbau der Stromnetze zum limitierenden Faktor werden. Die Folge: Der Bedarf an flüssigen Kraftstoffen dürfte höher bleiben als bislang angenommen.
Damit rücken synthetische Kraftstoffe stärker in den Fokus. E-Fuels – hergestellt aus grünem Strom, Wasser und CO₂ aus der Luft – gelten als potenziell klimaneutrale Alternative zu fossilen Energieträgern. Weltweit sind bereits über 500 Projekte angekündigt, mehr als 120 Unternehmen planen den Einstieg in die Produktion bis 2030. Die Studie prognostiziert: Wenn der industrielle Hochlauf gelingt, könnten fossile Kraftstoffe in der EU ab 2046 vollständig ersetzt werden. (aum)
Veröffentlicht am 19.03.2026
Umwelt & VerkehrE-Fuels