Im Bücherregal: Noch mehr Modellautoträume aus der Kindheit
Namen wie Revell, Heller, Monogram, Italeri und Tamiya dürften auch Autofans ein Begriff sein, die sich nicht dem Zusammenbau von Plastikmodellen widmen. Jörg Trüdinger kennt noch eine Reihe weiterer Firmen und befasst sich in „Jungs, Eure Kinderträume: Die Auto-Modellbausätze der 70er und 80er“ mit insgesamt 14 Anbietern von Jo-Han bis Gunze Sangyo. Einige der Firmen haben ihren Ursprung im Bau von Werbemodellen für die echten Hersteller der Autos, andere kamen vom Schiffs- oder Flugzeugmodellbau.
Wie gewohnt verknüpft der Autor wieder Wissenswertes über die einzelnen Hersteller mit dem einen oder anderen persönlichen Kindheitserlebnis. Der Schwerpunkt gilt dem gängigsten Maßstab 1:24/1:25. Anders als Fertigmodelle sind die Bausätze (noch) kein echtes Sammelgebiet. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es sich nicht um Spielzeug im klassischen Sinne handelt. Der – je nach Geschick mehr oder weniger akkurate – Zusammenbau war das eigentlich Interessante und der Kern des Hobbys. So staubten die in Kinderhänden eigentlich nutzlosen Plastikmodelle irgendwann einfach vor sich hin oder fielen im Laufe der Zeit stellenweise auseinander, wenn nicht schon beim Kleben das eine oder andere kleine Teil verschwunden oder beim Anmalen abgebrochen war.
Der eine oder andere Erwachsene mag durch die Lektüre aber vielleicht wieder – oder eventuell sogar erstmals – auf den Geschmack kommen.
„Jungs, Eure Kinderträume“: Die Auto-Modellbausätze der 70er und 80er“ von Jörg Trüdinger ist im Motorbuch-Verlag Stuttgart erschienen. Das Buch hat 96 Seiten mit 130 Abbildungen und kostet 16,95 Euro. (aum)
Veröffentlicht am 18.10.2025

