Klassische Autos im Generationskonflikt
„Die Szene altert“, sagt Ekkehard Pott, Präsident des Bundesverbands Oldtimer und Youngtimer DEUVET. Aus fast allen Clubs hört er, dass das Durchschnittsalter der Mitglieder schneller steige als der demografische Wandel insgesamt. Noch seien zwar die Mitgliedszahlen weitestgehend konstant, sagt Pott. Doch er fügt hinzu: „Sowohl marken- oder modellgebundene Clubs als auch Clubs mit Regionalbezug werden sich hinsichtlich Struktur, Aktivitäten und Kommunikation auf jüngere Menschen einstellen müssen, wenn sie langfristig erfolgreich aktiv bleiben wollen.“
Das Interesse an den Fahrzeugen, die in der Szene bislang hoch im Kurs standen, ist bei den nachkommenden Generationen eher begrenzt. Denn Baby-Boomer und Generation X besitzen insbesondere mobile Schätze aus den 50er-,60er- und 70er-Jjahren. Demgegenüber steht eine „Verlagerung der Interessenschwerpunkte“, wie Ekkehard Pott berichtet. „Aktuell stehen Fahrzeuge der Neunziger und frühen 2000er Jahre hoch im Kurs, während Fahrzeuge der Sechzigerjahre und älter immer weniger Kaufinteresse und Aufmerksamkeit bekommen.“ (aum)
Veröffentlicht am 04.07.2026

