Kommentar - Aktuelle Meldungen

Kommentar: Die Mär vom allein seligmachenden E-Auto
20.03.2022 - Sie war für ihre Verhältnisse in den vergangenen Monaten auffällig still, doch jetzt scheint die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unter ihren beiden Bundesgeschäftsführern Jürgen Resch und Sascha Müller-Kraenner aus dem Winterschlaf erwacht zu sein. Ihr jüngstes Feindbild: Der Einsatz von sogenannten Agrarkraftstoffen sowie synthetischen e-Fuels im Straßenverkehr. Die sind nämlich den selbst ernannten Umweltschützern, die den zweitgrößten Posten ihrer 2020 knapp zwölf Millionen Euro Vereins-Einnahmen aus sogenannter „ökologischer Marktüberwachung“ beziehen, wie nach DUH-Sprech Abmahnungen verklausuliert werden, samt und sonders ein Dorn im Auge.
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Der lange Weg zur Freiheitsenergie
08.03.2022 - Große Worte zeitigen oft große Zahlen. In seiner historischen Rede am Sonntag, 27. Februar 2022, vor dem Bundestag spricht Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) von 100 Milliarden für die Ausrüstung der Bundeswehr. Die historische Sonntagsrede nutzte Finanzminister Christian Lindner (FDP) für sein großes Wort: „Erneuerbare Energien lösen uns von Abhängigkeiten. Erneuerbare Energien sind deshalb Freiheitsenergien.“ Die große Zahl dazu folgt kaum eine Woche später. Lindner und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) einigen sich auf ein 200-Milliarden-Euro-Paket für Klimawende und größere Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten.
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 Walter Röhrl zum 75. Ein Mann bleibt sich treu
07.03.2022 - Walter Röhrl ließ sich Zeit. Zwar war mit seinem Arbeitgeber Audi ein Treffen im französischen Wintersportort Flaine verabredet, doch offensichtlich hatte er kein großes Verlangen danach, die Journalisten vom „Stern“ zu treffen und ließ uns schmoren. Tag um Tag verging, nur Röhrl kam nicht. Flaine ist eine der typischen französischen Bausünden der 1970er Jahre, und so verbrachten wir die Zeit zwischen trostlosen verschneiten Betonburgen – und warteten.
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Kommentar: Alles fließt – auch Wasserstoff?
21.02.2022 - Umfragen jagen Studien und umgekehrt. Der Umweltschutz, das Klima – alle wollen alles wissen und jeder interpretiert die Ergebnisse so, wie sie zur eigenen Position passt. So ist der Leser gut beraten, zunächst zu fragen, wer die Musik bestellt hat und sich dennoch darauf zu verlassen, dass wissenschaftliche Institute mehr noch als Meinungsforscher auf ihre Glaubwürdigkeit achten. So musste die Umweltlobby Transport & Environment in Brüssel kürzlich ertragen, dass die beauftragten Institute sich von der Interpretation ihrer Ergebnisse durch die Auftraggeber distanzierten. Die wollten die e-Fuels in Misskredit bringen. Das könnte kommunikativ misslingen, fand jetzt die „Automobilwoche“ heraus.
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Mit Gewalt zum Batterieantrieb?
19.02.2022 - Rund 15 Millionen batterieelektrisch angetriebene Pkw sollen nach Plänen der Bundesregierung auf deutschen Straßen spätestens 2030 unterwegs sein. Nach Einschätzung des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) in Berlin sowie der Transport & Environment (T&E) in Brüssel, nach eigener Meinung führende nichtstaatliche europäische Organisation für nachhaltigen Straßenverkehr, ein nicht zu realisierendes Vorhaben. Denn laut Überlegungen beider Verbände werden es rund vier Millionen weniger sein. Grund sei die derzeit von der EU-Kommission geplante Reduzierung des CO2-Ausstoßes europäischer Neuwagen um „nur“ 55 Prozent bis 2030. Diese müsse härter und höher ausfallen.
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Kommentar: Vernunft und Verblendung
09.02.2022 - Der Ausstieg aus dem Verbrenner muss forciert werden, verlangt heute der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND). Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik des BUND behauptet darin: „Mit immer mehr, immer größeren und oft übermotorisierten Fahrzeugen fährt der Klimaschutz an die Wand.“ Er will CO2-Grenzwerte, die den Verbrennungsmotor abwürgen, um das Ziel von 15 Millionen vollelektrischen Pkw bis 2030 erreichen. Außerdem muss ein Verbrennerverbot her. Fast zeitgleich wiederholte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, ein Gesprächsangebot an diejenigen, die andere Auffassungen haben.
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Werden die Autofahrer die nächsten Querdenker
30.01.2022 - Der Bericht zur Forderung von Greenpeace nach 30 Millionen rein elektrischer Fahrzeuge in Deutschland bis 2030 provozierte bis heute 458 Kommentare in der Online-Ausgabe einer linksliberalen norddeutschen Wochenzeitung. Die Lektüre deutet schon an, was Menschen erwartet, die sich kein Elektroauto leisten können oder sich weigern, sich eines anzuschaffen – aus Prinzip oder weil die Elektromobilität ihre Ansprüche nicht erfüllt. Aus mancher Zeile der Kommentare spricht Ungeduld mit den ewiggestrigen, unbelehrbaren und unsolidarischen neuen Querdenkern, auf die eine Gesellschaft keine Rücksicht nehmen darf.
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Kommentar: Greenpeace und die Öko-Folgenabschätzung
30.01.2022 - Greenpeace fordert vom Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FPD) sofort einschneidende Maßnahmen zugunsten der Elektromobilität. Für die Öko-Aktivisten verlangt Tobias Austrup: „Das Klimaziel im Verkehr kann nur erreicht werden, wenn Minister Wissing schnell ein Sofortprogramm mit Maßnahmen wie einer Neuzulassungssteuer für schwere Spritfresser vorlegt.” Zur Begründung verweist die deutsche Sektion des US-Öko-Dienstleisters auf eine von ihm selbst in Auftrag gegebene Studie des Wuppertal Instituts. Die rechnet vor, zum Erreichen der Klimaziele des Verkehrs müssten bis 2030 statt der geplanten 15 Millionen reinen Elektroautos in Deutschland 20 Millionen in Betrieb genommen werden.
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Das sind Europas beste Segelyachten und Motorboote
24.01.2022 - Der Yachtsport ist prestigeträchtig, manche sagen auch elitär. Und ähnlich wie die Reisemobilbranche leiden die Werften unter Materialmangel, der zu erheblichen Lieferzeiten führt. Auch die Rotation der Preisspirale nimmt zusehends Fahrt auf. Dennoch wurden nun zum 19. Mal die internationalen Auszeichnungen zur „European Yacht of the Year“ und zum 16. Mal zum „European Powerboat of the Year“ verliehen – wenn auch nicht auf der sogenannten „Flagship Night“ im Rahmen der Messe Boot in Düsseldorf, sondern pandemiebedingt erneut virtuell und nicht live vor großem Publikum.
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Kommentar: Emissionsfrei oder emissionsfrei?
21.01.2022 - Die Besitzer von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) können am weltweiten Verschmutzungshandel teilnehmen, nicht einer allein, aber viele. Das sagt seit 2015 das Gesetz zur Treihausgasminderungsquote – kurz THG-Quote. Per Definition gelten dem Gesetz Elektroautos als emissionsfrei. Da ist es nur logisch, wenn der ihnen zugeschriebene Anteil am Schutz des Weltklimas honoriert wird – in diesem Fall mit 250 Euro pro Jahr und einer einmaligen Prämie von 50 Euro.
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Eine letzte Chance: Die Stimme der Kunden
15.01.2022 - Diese Szene kennt jeder aus Krimis: Verhörer, Verhörter, meist verspiegelte große Glaswand, hinter der – das weiß doch jeder – andere zuhören und die TV-Kamera, starr gerichtet auf den Deliquenten. Hinter der Scheibe sitzt der Deutschland-Chef mit Dolmetscher und die Kamera überträgt alles nach Fernost. Dabei geht es nur um das nächste Automodell, zu dem sich ein Experte oder ein nichts ahnendes Mitglied der Zielgruppe äußern soll. Weil der Mitarbeiter einer Spezialagentur die Fragen vorliest, ist klar: Dieses „Verhör“ wird vielfach wiederholt.
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Wortklauberei (26): Häuptling gespaltene Zunge?
14.01.2022 - "Wir werden dafür sorgen, dass das Laden mit regenerativem Strom bezahlbar bleibt. Deshalb kann ich nur dazu raten, auf CO2-neutrale Antriebe umzusteigen. Die Nutzung fossiler Kraftstoffe wird in Zukunft teurer werden“, hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing dem „Tagesspiegel“ in einem Interview gesagt. Damit habe der Minister das Aus des Verbrennungsmotors bestätigt, meldeten sie landauf, landab. Dabei hatte der Minister nicht den Motor, sondern den fossilen Treibstoff abgeschworen.
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