Verkehrswende - Aktuelle Meldungen

Neun-Euro-Ticket: Massive Verluste bei Fern- und Reisebussen
24.07.2022 - 45 Prozent der befragten Touristik-Unternehmen verzeichnen nach der Einführung des Neun-Euro-Tickets rückläufige Fahrgastzahlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Blitzumfrage, die der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo), der Branchenverband der privaten Busunternehmen, für den Juni, den ersten Geltungsmonat des Neun-Euro-Tickets, unter Mkitgliedsfirmen durchgeführt hat. Der bdo sieht bei seinen in der Bustouristik und im Fernlinienverkehr tätigen Unternehmen massive Abwanderungsbewegungen.
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Unfälle mit E-Scootern sind Großstadt-Phänomen
13.07.2022 - Die „Verkehrswende“ und die Elektromobilität haben Pedelecs und E-Scooter zu Popularität verholfen. Damit rückt auch das Unfallrisiko in den Blick, da selbst bei hohen Geschwindigkeiten kein Helm oder andere Schutzkleidung getragen werden muss. Trotz solcher Gemeinsamkeiten werden Pedelecs und E-Scooter unterschiedlich genutzt. Auch das spiegelt sich im Unfallgeschehen wider.
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Ein Stimmungsbild der Auto-Nation Deutschland
07.07.2022 - Die deutsche Automobilindustrie ist sich weitgehend einig: Die Zukunft des PKW in Europa soll elektrisch sein. Nun müssen die Verbraucher davon überzeugt werden, dass Verbrennungsmotoren mit fossilen Kraftstoffen ein Auslaufmodell sind. Allein das Argument, mit dem Umstieg einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, überzeugt längst nicht jeden. Denn der Anteil der rein elektrischen Fahrzeuge und der Plug-in-Hybrid am Fahrzeugbestand in Deutschland liegt heute kaum über einem Prozent. Die große Mehrheit der Bundesbürger kauft nach wie vor Benziner und Diesel.
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Zeit-Raffer (2): Aufgeben ist auch keine Lösung
30.06.2022 - Wenden stecken voller Drama und damit voller Möglichkeiten für Beobachter. Schleichenden Veränderungen können ebenso zu einem dramatischen Ende führen. Ob sie uns nun aufgezwungen oder von uns selbst betrieben wurden – am Ende stehen oft zwei Fragen: War uns klar, worauf das alles hinausläuft? Hätten wir etwas ändern wollen oder müssen? Mit einer lockeren Reihe von Beiträgen unter dem Motto „Zeit-Raffer“ wollen wir die Landschaft der Medien und speziell den Wandel im Motorjournalismus zeigen, dargestellt anhand sehr persönlicher Erfahrungen. Heute fragt sich unser Senior Peter Schwerdtmann, ob der Zeitgeist nicht längst eine Runde Vorsprung vor jedem Fachjournalisten hat?
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Wortklauberei (31): Politik-Pädagogik
16.06.2022 - Gerade beginnt eine neue Runde der Diskussion um Tempolimits und Fahrverbote. Doch geht es dieses Mal nicht um die Verkehrssicherheit und auch nicht um das Klima. Jetzt soll die Maßnahme Russland ins Visier nehmen. Wir sollen langsamer fahren, damit die deutsche Abhängigkeit vom Öl des Aggressors geringer wird. Gerade haben wir vom Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) gelernt, dass jetzt jedes Kilowatt zählt, nachdem er uns vorher beruhigt hatte, der Verzicht auf russisches Öl sei das kleinere Problem. Die Politiker haben offenbar noch eine zweite Agenda, wenn sie jetzt die Tempo-Diskussion wieder eröffnen.
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Wir werden alle verfügbaren Technologien brauchen
04.06.2022 - Vor der Entscheidung des EU-Parlaments zu europäischen CO2-Flottengrenzwerten am Dienstag kommender Woche warnen Verbände, Mineralölproduzenten und Autozulieferer noch einmal vor einer einseitigen Festlegung auf Elektromobilität in Europa. Im Vorschlag der EU-Kommission ist das Ziel von minus 100 Prozent CO2-Emissionen der in der EU dann zugelassenen Neuwagenflotte enthalten.
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Brot und Spiele
01.06.2022 - Wer hat’s erfunden? Die alten Römer. All die Consuln, Senatoren, Cesaren und Imperatoren handelten in schweren Zeiten nach demselben Muster: Brot und Spiele. Das Volk muss satt sein und unterhalten werden. Andere Kulturen haben andere Bilder hinzugefügt wie die volle Reisschale, zu der allerdings keine Spiele gehörten außer dem Dominoeffekt. Seit heute können auch wir Deutschen auf ein weiteres, sehr gelungenes Beispiel für die pragmatische Weisheit der alten Römer verweisen, auf das Neun-Euro-Ticket.
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 Große Sorge vor Bevormundung
26.05.2022 - Es ist Wendezeit: Zeitenwende, Energiewende und Verkehrswende – allenthalben werden Bürger darauf vorbereitet, dass in Zukunft alles anders werden wird, soll oder muss. Doch die Absichten der Wenden-Verfechter stimmen selten mit den Vorstellungen der Bürger überein. Was die bevorzugen, zeigen Studien immer wieder nahezu gleichlautend. Die Versicherung HUK-Coburg legt nun zum zweiten Mal eine besonders gründliche Untersuchung vor, die beschreibt, auf welche Stimmung zum Beispiel Maßnahmen wie das Neun-Euro-Ticket treffen.
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Der Busbranche fehlen tausende Fahrer
19.05.2022 - Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) beklagt einen „dramatischen“ Fahrermangel, der sich auch negativ auf die angestrebte Verkehrswende auswirke. Die Interessenvertretung der privaten Busunternehmen sieht bereits heute rund 5000 unbesetzte Stellen und rechnet damit, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre bis zu 36.000 Fahrer fehlen – alleine um die altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiter zu ersetzen. Für die zusätzlichen Aufgaben, die sich mit einer von der Regierung angestrebten Verdoppelung der Fahrgastzahlen im ÖPNV ergeben, rechnet der BDO mit einem noch höheren Bedarf.
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AvD: „Diskussion um Tempolimit ist politischer Popanz“
18.05.2022 - Der Automobilclub von Deutschland (AvD) lehnt weiterhin ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ab und fordert alle Akteure und Institutionen auf, nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit „reflexartig dieses hinlänglich diskutierte Thema aus der Versenkung zu holen“. Das Potenzial für CO2-Einsparungen durch Tempo 130 schätze die Stiftung Agora Verkehrswende auf maximal zwei Millionen Tonnen pro Jahr. Angesichts der jährlichen bundesdeutschen CO2-Gesamtemission von rund 762 Millionen Tonnen würde bei einer Geschwindigkietsbegrenzung auf 130 km/h der CO2-Ausstoß lediglich um 0,26 Prozent sinken, rechnet der AvD vor.
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Umweltminister als Elefanten im Porzellanladen
16.05.2022 - Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Die Grünen) und die Umweltministerkonferenz am Freitag waren sich einig. Sie wollen den Einsatz von Biosprit aus Pflanzen per Gesetz begrenzen. Allein in Deutschland würden 2,4 Millionen Tonnen Futter- und Lebensmittel eingesetzt, um Bioethanol als Kraftstoffbeimischung zu produzieren. Das müsse enden. „Teller statt Tank" laute deswegen die Parole. Und der Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) verweist stolz darauf, dass die Minister nun endlich seine Forderungen aufgreifen. Doch nun entsteht ein Interessenkonflikt.
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Die Deutschen wollen individuell unterwegs sein
11.05.2022 - Mit großer Skepsis sehen die Deutschen alle Verkehrskonzepte, die einseitig auf Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn setzen. Auch die nun zweite You Gov-Mobilitätsstudie der Versicherung HUK-Coburg mit 4000 repräsentativ ausgewählten Bürgern ab 16 Jahren ließ keine Zweifel zu, dass die Deutschen die individuelle und flexible Fortbewegung muss auch bei der Mobilität der Zukunft im Vordergrund sehen. Das Auto erfüllt für zwei Drittel von ihnen sowohl heute wie in Zukunft mit Abstand am besten ihre Anforderungen – auch nach den Corona-Erfahrungen.
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