Wortklauberei - Aktuelle Meldungen

Wortklauberei (13): Adam Riese hilft nicht immer
04.04.2021
Adam Riese hilft nicht immer. Auch die sichere Erinnerung an den Rechenlehrer in der Grundschule kann täuschen: 1+1 ist eben nicht immer 2, es können auch ganz viele sein. Oder können Sie sicher sagen, wie viele Polizeibeamte in einem Streifenwagen sitzen, wenn von den Einsatzkräften die Rede ist?
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Wortklauberei (11): Offroad in der City
15.02.2021
In jüngster Zeit drehen vermehrt „Stadtgeländewagen“ ihre Runden. Jeder weiß, dass sie im Großstadtdschungel (sic!) nicht nach dem passenden Offroad-Terrain suchen. In die Baustelle für ein neues Bürogebäude dürfen allenfalls der Architekt oder der Bauleiter fahren. Der hügelige Stadtpark ist für den City-Allradler ebenso tabu wie die Sandkiste auf dem Kinderspielplatz. Bliebe allenfalls noch der Bordstein, der zu erklimmen wäre – doch den schafft jedes andere Auto auch.
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Wortklauberei (10): Die Mörder sind unter uns
07.02.2021
Ein Serienmörder und seine vielen Trittbrettfahrer wüten schon seit Jahren und niemand vermag sie aufzuhalten, obwohl sogar die Adresse bekannt ist. Der Chef wohnt in Berlin in der Markgrafenstraße 20. Und er ist nicht der erste Pate dieser Bande, die das Plusquamperfekt Tag für Tag aufs Neue erwürgt. Und alles nur für den Anschein größerer Aktualität. Es kann eben nicht sein, was nicht in die Vorstellung von Schnelligkeit passt. Die Vorvergangenheit ist offenbar viel zu alt für eine Berichterstattung. Die hat ja mit der vollendeten Vergangenheit schon einen Bart, bevor die erste Zeile gesendet ist.
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Wieder über eine Million Abrufe und Downloads
01.02.2021
Gut eine Million Abrufe und Downloads musste unser System in den vergangenen sieben Tage liefern, wieder rund ein Drittel Texte und zwei Drittel Illustrationen und Videos. In der Million nicht enthalten sind die Besuche und Abrufe der 280 akkreditierten Nutzer von "Car-Ediors.Net".
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Wortklauberei (6): Jeder macht mal einen Fehler
16.11.2020
Sprache kann Missverständnisse vermeiden. Allzu oft führt sie aber auch zu Unverständnis. Das Verstehen beginnt mit Zuhören und einfühlsamen Reaktionen. Wir kennen das doch alle. Jeder hat schon mal etwas vergessen, verloren, verlegt. Das ist menschlich und gerade in der Jugend noch nicht der Hinweis auf erhöhten Ginkgo-Bedarf. Selbst Verleger verlegen schon mal etwas. Sorgen müssen uns aber die vielen Techniker und technisch interessierten Menschen und Berichterstatter, aber auch die Mechaniker bereiten, die im Laufe ihres Lebens tausende Teile verbauen. Wie gesagt: Das ist gar nicht schlimm. Dann baut man das Teil einfach ein und alles ist gut – eben nicht – verbaut, sondern eingebaut. (ampnet/Sm)
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Wortklauberei (3): Frust schieben
08.09.2020
Heute wird einer der Tage sein, an deren Morgen schon klar ist, mit welchem Maß an Frust er enden wird. Denn heute findet ein „Auto-Gipfel“ statt. Zwar nur auf dem Bildschirm werden sich die Politik und die Automobilindustrie gegenübersitzen. Und was dabei herauskommt, wissen die Medien längt. So begann der Tag mit dem Morgenmagazin und Dunja Hayali und den üblichen Stichworten „Elektromobilität verschlafen“ und „Technologien von gestern“.
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Glosse: Wortklauberei (2)
28.08.2020
Geneigte Leser werden sich – hoffentlich gern – daran erinnern, wie wir kürzlich versucht haben zu erklären, warum manche Worte nicht Teil einer Sprache sein können, die sich um eine offene und respektvolle Diskussion bemüht. Schon das einzelne Wort kann eine solch überwältigende Wucht entwickeln, dass jedes weitere sinnlos wird. Die professionellen Medien sind da oft leider auch nicht mehr besser als die sogenannten sozialen. Beispiele wie „Lügenpresse“ sind eindeutig. Andere Begriffe erreichen die gesamte Breite der Menschen auch außerhalb der Echoblasen.
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Glosse: Eine Wortklauberei
11.08.2020
Worte sind Waffen. Manche Worte ersetzen sogar ein ganzes Argument, sind tödlich, indem sie Erfahrungen und Vorurteile auf ein paar Buchstaben projizieren und so jede Debatte und jeden Zweifel ersticken. Jede Zeit kennt solche Killer-Begriffe. „Nazi“ war und ist so einer; „Rassist“ ist der aktuell wirksamste. Es gibt im täglichen Leben aber auch Begriffe mit einer längeren Halbwertzeit, solche, die uns schon lange begleiten und noch länger in Nachrichten, Debatten und Wortgefechten eingesetzt werden, um eine gewünschte Grundstimmung auszulösen. Einer davon begegnet uns regelmäßig: der „Raser“.
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