1000 Röntgenbilder pro Sekunde
Auf der Dummy-Crashtest-Konferenz demonstrierten Fraunhofer-Forschende jetzt erstmals die Entstehung solcher Röntgenaufnahmen mit einem Versuch, bei dem ein Auto mit 27km/h gegen einen Pfahl prallt. Die Röntgenaufnahmen zeigten, wann und wie sich die Fahrzeugstrukturen verformten und die inneren Strukturen interagierten. „Mit dieser Technologie haben wir die Analyse und das Verständnis von Crashs deutlich verbessert“, erläutert Dr. Malte Kurfiß, Leiter des Crashzentrums am Fraunhofer EMI. „Die Möglichkeit, Röntgenbilder in Echtzeit zu erfassen, hilft Entwicklungsingenieuren in der Automobilbranche und Batterieherstellern, ihre Produkte noch sicherer zu machen.“
Die Röntgen-Technologie des Fraunhofer EMI ist weltweit einzigartig: Im institutseigenen Crash-Zentrum in Efringen-Kirchen, Süddeutschland, können die Forschenden Gesamtfahrzeuge mit 1000 Röntgen-Bildern pro Sekunde durchleuchten. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg dieser Technologie ist der leistungsstarke Linearbeschleuniger mit 1-kHz-Technologie als Strahlenquelle. Die Aufnahmen zeigen in Echtzeit, wie sich Querträger oder A-Säulen unter Belastung verformen, wann Schweißnähte oder Klebeverbindungen nachgeben, wie sich Airbags entfalten oder Batterien in Elektroautos reagieren. (aum)
Veröffentlicht am 10.07.2025
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