2020 starben durchschnittlich sieben Menschen pro Tag bei Verkehrsunfällen
2719 Menschen sind im Jahr 2020 bei Verkehrsunfällen gestorben, 327 oder 10,7 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Zahl der Verletzten ging gegenüber dem Vorjahr um 14,8 Prozent auf 327.550 zurück. Damit sank die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten auf den tiefsten Stand seit mehr als 60 Jahren. Dennoch sind dies durchschnittlich knapp 900 Verletzte und sieben Todesopfer pro Tag.
1170 Personen kamen im Jahr 2020 in einem Pkw ums Leben, das waren 43,0 Prozent aller Verkehrstoten, wobei die Zahl gegenüber 2019 mit minus 14,2 Prozent überdurchschnittlich zurückgegangen ist. 499 Menschen verunglückten auf Motorrädern und -rollern tödlich (18,4 Prozent), 426 mit dem Fahrrad und 376 zu Fuß (15,7 Prozent beziehungsweise 13,8 Prozent).
58,6 Prozent der Verkehrstoten bei Unfällen auf Landstraßen
Die meisten Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich 2020 mit 69,3 Prozent innerhalb von Ortschaften, daneben 24,9 Prozent auf Landstraßen und nur 5,8 Prozent auf Autobahnen. Allerdings haben Unfälle auf den Straßen außerhalb von Ortschaften unter anderem wegen der höheren Fahrgeschwindigkeiten oft schlimmere Folgen als auf Straßen innerorts. Auf Landstraßen kommen weitere Risikofaktoren wie die fehlende Trennung zum Gegenverkehr, schlechte Überholmöglichkeiten, Kreuzungen oder ungeschützte Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn hinzu. Insgesamt kamen 29,8 Prozent der bei Unfällen im Straßenverkehr Getöteten innerorts ums Leben, 58,6 Prozent auf Landstraßen und 11,7 Prozent auf Autobahnen. (ampnet/fw)
Veröffentlicht am 07.07.2021
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