Audi zum Verbrenner: „Wir machen weiter“
Man erwarte, dass in China und in den USA auch im Jahr 2030 noch rund die Hälfte aller Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor ausgerüstet werden, sagte Hoffmann: „Daher haben wir entschieden, unsere Verbrennungsmotoren weiterzuentwickeln, hin zu noch mehr Effizienz und Performance.“ Es gebe auf vielen Märkten „Verbrennungsmotor-Fans und eine hohe Nachfrage“. Sie seien nach wie vor „hochgeschätzt“ und auf manchen Märkten sogar „die einzige realistische Option“.
Während Marken wie Volvo und Jaguar oder Cadillac sich in einem Wettbewerb des angekündigten Ausstiegs überbieten und auch die Konzernmutter VW kräftig Stimmung gegen den Verbrenner macht, wird es also noch viele Jahre lang Audi-Modelle mit klassischem Antrieb geben. Ähnliche Strategien werden bei BMW und Daimler gefahren. Und die Audi-Schwestermarke Porsche preist offensiv das Potential synthetischer Kraftstoffe, mit denen sich Verbrennungsmotoren völlig CO2-neutral betreiben lassen.
Einen kleinen Dämpfer verpasst Hoffmann den Freunden des klassischen Antriebs allerdings trotzdem. Er teilte mit, Audi werde keinen neuen Grundmotor mehr entwickeln. Das muss allerdings nicht viel bedeuten. Die meisten Grundmotoren bleiben über Jahrzehnte hinweg im Einsatz. (ampnet/jm)
Veröffentlicht am 14.06.2021
