Das Werkstattgeschäft nimmt zu
„Reparatur und Wartung sichern derzeit die wirtschaftliche Substanz vieler Betriebe“, erklärt Detlef Peter Grün, ZDK-Vizepräsident und Vorsitzender des Zentralverbands des Kraftfahrzeughandwerks (ZVK). Das federe Umsatzrückgänge in anderen Bereichen teilweise ab.
Gleichwohl ist die Gesamtstimmung eher getrübt. 43 Prozent der knapp 500 befragten Betriebe beurteilen die aktuelle Geschäftslage schlechter als noch zu Jahresbeginn, während 44 Prozent ihre Umsatzerwartungen zurückgeschraubt haben. Nur jeweils 20 Prozent sind in beiden Punkten optimistischer.
Dabei fällt eines auf: Je kleiner der Betrieb, desto optimistischer die Einschätzung zum Servicegeschäft. So bewerten 39 Prozent der Firmen mit bis zu 15 Beschäftigten die Auftragslage bei Reparaturen und Wartungen positiver („besser“ oder „eher besser“). Das sind deutlich mehr als bei den mittleren (25%) und größeren (24%) Unternehmen. Dagegen schätzen 17 Prozent der kleineren Betriebe die Auftragsentwicklung bei den Werkstätten negativer (schlechter/eher schlechter) ein, gefolgt von einem Fünftel der mittleren und einem Viertel der größeren Betriebe.
Neben Überregulierung und Bürokratie sind Steuern und Abgaben, steigende Kosten, Recruiting sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung die Herausforderungen, die Unternehmer in der Kfz-Branche derzeit am meisten beschäftigen. Die Suche nach Auszubildenden, Investitionsdruck durch neue Marken und die Nachfolgeregelung sind für die Unternehmen dagegen deutlich weniger drängende Themen, so weitere Ergebnisse der Befragung. (aum)
Veröffentlicht am 20.08.2025

