Der AvD fordert eine strengere Kontrolle des Kraftstoffmarktes
„Während Millionen Autofahrer die steigenden Kraftstoffkosten unmittelbar im Geldbeutel spüren, profitieren die Mineralölkonzerne von außergewöhnlich hohen Margen“, beklagt der AvD und fordert mehr staatliche Kontrolle. Vor allem Berufspendler, Familien und Menschen im ländlichen Raum seien auf das Auto angewiesen und könnten die hohen finanziellen Belastungen kaum noch stemmen. Daher sei die Bundesregierung gefordert, die Rahmenbedingungen auf dem Kraftstoffmarkt zu verbessern.
Entscheidend ist aus Sicht des Automobilclubs eine deutlich höhere Markttransparenz, damit Preisentwicklungen für Verbraucher nachvollziehbar werden und mögliche Wettbewerbsverzerrungen schneller erkannt werden können. Neben der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe sollte das Bundeskartellamt mit der anstehenden Novellierung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) erweiterte Kompetenzen erhalten, um Preisbewegungen zu erfassen, zu analysieren und gegebenenfalls regulatorisch einzugreifen.
Darüber hinaus hält der AvD die Einführung einer Übergewinnsteuer für außergewöhnliche Krisengewinne im Mineralölsektor für ein geeignetes Instrument, um Verbraucher besser zu schützen. Die Einnahmen aus einer solchen Steuer würden dem Staat zufließen und könnten gezielt für Maßnahmen zur Entlastung der Bürger oder für Investitionen in eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur eingesetzt werden, schlägt der AvD vor. (aum)
Veröffentlicht am 05.08.2026

