Die letzten Papierführerscheine verschwinden
Der neue fälschungssichere Führerschein ist für 15 Jahre gültig, das Ablaufdatum bezieht sich jedoch nur auf das Führerscheindokument und nicht auf den Inhalt der Fahrberechtigung. Es muss keine neue Prüfung abgelegt werden und auch eine medizinische Untersuchung ist nicht notwendig. Das betrifft allerdings nur Pkw- und Motorradführerscheine, anders ist es bei Lkw- und Bus-Führerscheinen.
Wer nach dem Stichtag noch mit dem alten Führerschein unterwegs ist, riskiert nach Angaben des Automobilclubs ein Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro. Eine Straftat wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis begeht man dabei als Pkw- oder Motorradfahrer jedoch nicht. Darüber hinaus kann insbesondere das Anmieten eines Mietwagens problematisch werden. Auch im Ausland könnte es zu Problemen kommen, wenn man nach Ablauf der Frist weiter mit dem alten Führerschein unterwegs ist.
Der ADAC empfiehlt, den Umtausch rechtzeitig bei der Führerscheinstelle zu beantragen. Er kostet rund 25 Euro. Benötigt werden ein Ausweis, ein biometrisches Passfoto und der bisherige Führerschein.
Hintergrund der Umtauschaktion ist eine EU-Richtlinie, nach der alle Führerscheine künftig europaweit fälschungssicher und einheitlich sein müssen. In Deutschland mussten die ersten Führerscheine bereits 2022 umgetauscht werden. Der Prozess soll bis 2033 abgeschlossen sein. (aum)
Veröffentlicht am 08.11.2024



