DVR: Kinder können Leben retten
Sogar schon im Kindergarten sollte altersgerechtes Erste-Hilfe-Wissen vermittelt werden. Dafür müsse Erste Hilfe durch die Kultusministerien der Bundesländer in die Ausbildungspläne von Erzieherinnen und Erziehern aufgenommen werden. Wichtig sei allerdings, die Kinder dabei nicht zu überfordern, ihnen aber altersgerechte Aufgaben zuzutrauen. So lernten sie, Gefahren zu erkennen, Ruhe zu bewahren und Hilfe zu holen. „Schon die Kleinsten können im Notfall helfen“, sagt Manfred Wirsch. „Wir sollten ihnen Fähigkeiten vermitteln, die ihren Mut und ihr Verantwortungsgefühl stärken.“
Auch an die Erwachsenen apelliert der DVR, ihr Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig aufzufrischen. Wer seinen letzten Kurs vor Jahren oder Jahrzehnten absolviert hat, ist im Ernstfall oft überfordert. Dabei haben sich die Standards in der Ersten Hilfe inzwischen geändert. Für viele Laien ist die Mund-zu-Mund-Beatmung nicht mehr zentral. Entscheidend sind heute maßgeblich vier Basiselemente: Herzdruckmassage, stabile Seitenlage, Druckverband und – sofern vorhanden – der Einsatz eines Defibrillators.
Der Europäische Tag des Notrufs wurde 2009 gemeinsam vom Europäischen Parlament, vom Rat der EU und von der EU-Kommission eingeführt. Das Datum „11.2.“ verweist auf die europaweit gültige Notrufnummer „112“, die mit dem Aktionstag sichtbarer gemacht werden soll. (aum)
Veröffentlicht am 11.02.2026
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