Ford hantiert mit künstlichem Vogelkot
Bei Ford umfassen die Tests auch eine Bestrahlung von Lackflächen mit ultraviolettem Licht für eine Dauer von bis zu 6000 Stunden (250 Tage) in einem Lichtlabor, das den hellsten Ort der Erde simuliert. Außerdem werden Lacke bei Minusgraden gefroren, Salz und Schmutz ausgesetzt sowie mit Kraftstoff übergossen, wie es etwa bei Überbetankung passieren kann.
Besonders im Frühling und im Sommer stellt auch die Sonneneinstrahlung eine Belastung für Fahrzeug-Lackierungen dar - denn bei Hitze werden die Oberflächen weicher und dehnen sich aus. Beim Abkühlen ziehen sie sich wieder zusammen und jeder Schmutz, einschließlich Vogelkot, haftet dann besonders stark an. Wenn eine solche Verschmutzung auf dem Fahrzeug belassen wird, kann unter Umständen eine Behandlung beim Lack-Profi erforderlich werden, um die Hinterlassenschaften vollständig zu entfernen.
Vogelkot ist oftmals weiß und schwarz. Der weiße Teil ist Harnsäure, das Vogel-Äquivalent des Urins. Bei den dunklen Bestandteilen handelt es sich hingegen um verdaute Nahrung. Beides wird meist gleichzeitig vom Vogel ausgeschieden. Dies geschieht mit einer solchen Geschwindigkeit, dass die unterschiedlichen Sekrete keine Zeit haben, sich zu vermischen.
Ford empfiehlt Kunden, verschmutzte Stellen vorsichtig unter Verwendung eines weichen Schwamms mit lauwarmem Wasser und etwas pH-neutralem Shampoo zu reinigen. Anschließend solle die Oberfläche mit Hartwachs behandelt werden, damit die Lackierung einer künftigen Verschmutzung besser widerstehen und länger glänzen könne. (ampnet/deg)
Veröffentlicht am 07.05.2020
