2026-05-11 09:19:00 Automobile

Himmelfahrt steigt das Risiko für Alkoholunfälle deutlich

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/DVR

Christi Himmelfahrt markiert regelmäßig einen negativen Rekord in der deutschen Unfallstatistik. Neue vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) vorliegen, zeigen: Am so genannten Vatertag ereigneten sich im vergangenen Jahr bundesweit 284 Unfälle unter Alkoholeinfluss. Damit liegt das Risiko für Alkoholunfälle an Himmelfahrt etwa dreimal so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag – und höher als an jedem anderen Tag des Jahres. Bei den Unfällen wurden 64 Menschen schwer und 167 leicht verletzt. Erfreulicherweise gab es im Gegensatz zu 2024 kein Todesopfer.

Destatis ereigneten sich 2025 insgesamt 34.269 Alkoholunfälle – ein Rückgang von etwa zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: rund 35.100). Statistisch gesehen ereignete sich damit in Deutschland alle 15 Minuten ein Verkehrsunfall, bei dem mindestens einer der Beteiligten nicht mehr absolut nüchtern war. Im vergangenen Jahr starben dabei 166 Menschen, 3733 Personen wurden schwer und 13.839 leicht verletzt. Das bedeutet, dass etwa alle zwei Tage ein Verkehrsteilnehmer infolge eines Alkoholunfalls getötet und etwa alle zwei Stunden wegen eines Alkoholunfalls im Straßenverkehr schwer verletzt wurde. Im Vergleich zu 2024 (198 Getötete, rund 4.000 Schwerverletzte) sank die Zahl der Todesopfer um rund 16 Prozent und die der Schwerverletzten um etwa sieben Prozent. Die Zahl der Leichtverletzten blieb mit etwa 13.800 nahezu unverändert. Gleichwohl bleibt das Niveau aus Sicht des Verkehrssicherheitsrates zu hoch.

Bereits geringe Mengen Alkohol beeinträchtigen das Hör- und Sehvermögen sowie die Koordinations- und Reaktionsfähigkeit deutlich. Während unter Alkoholeinfluss Geschwindigkeiten und Distanzen falsch eingeschätzt werden, sinkt die Gefahrenwahrnehmung – bei gleichzeitig steigender Risikobereitschaft. Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) verdeutlichen die Gefahr: Schon ab 0,3 Promille Blutalkoholkonzentration (BAK) verdoppelt sich das Unfallrisiko am Steuer, bei 0,8 Promille ist es 4,5-mal so hoch und bei 1,5 Promille steigt es auf das 16-fache.

„Die neuen Zahlen von Destatis mahnen mit aller Deutlichkeit: Alkohol im Straßenverkehr ist keine Nachlässigkeit, sondern eine ernsthafte Gefahr“, sagt DVR-Hauptgeschäftsführer Stefan Grieger. „Unsere Botschaft ist klar: Wer trinkt, fährt nicht. Wer fährt, trinkt nicht.“ (aum)

Veröffentlicht am 11.05.2026

UnternehmenDVRSicherheit & VerkehrAlkoholTrunkenheit am Steuer


 
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