Hyundai ist inzwischen die Nummer vier in Europa
In Europa verzeichnete der Hersteller für das vergangene Jahr einen Zuwachs von einem Prozent, was sich in 603.542 Pkw-Zulassungen übersetzt. In Deutschland entschieden sich 2025 insgesamt 93.839 Kunden für einen Hyundai. „Wir sind eng mit Europa verbunden“, erklärte Europa-Chef Xavier Martinet in Frankfurt bei der Bekanntgabe der Zahlen. Hyundai produziert in der Slowakei, in Tschechien – wo in diesen Tagen das fünfmillionste dort produzierte Fahrzeug vom Band lief – und in der Türkei. In Deutschland befindet sich die Europa-Zentrale in Frankfurt und das gerade deutlich ausgebaute Entwicklungszentrum in Rüsselsheim. Die Batterien für die Elektromodelle werden in der Tschechischen Republik hergestellt, und in dem Testzentrum am Nürburgring erhalten die Fahrzeuge den „europäischen Schliff“. Auf den 35 europäischen Märkten erreichte das Unternehmen einen Marktanteil von 4,2 Prozent.
Einen wichtigen Anteil an dem Wachstum hatten im vergangenen Jahr die vollelektrischen Modelle, die einen Zuwachs von 48 Prozent erreichten. Hybridfahrzeuge legten um elf Prozent zu. Gleichzeitig verbesserte Hyundai den Privatkundenanteil um zwei Prozent und den Flottenanteil um vier Prozent. „Im Jahr 2027 werden wir unsere Modellpalette vollständig elektrifiziert anbieten und so Lösungen für alle Märkte anbieten“, blickt Martinet in die Zukunft. „In den nächsten 18 Monaten werden wir außerdem fünf neue Modelle, darunter drei Angebote im B-Segment, auf die Straße bringen.“ Das erste Modell wird der Ioniq 3 sein, der im April auf der Milan Design Week seine Weltpremiere feiern wird.
Einen großen Anteil am Erfolg der Elektromodelle hat der Kleinwagen Inster, der aus dem Stand mit 33.197 abgesetzten Fahrzeugen den zweiten Platz in Europa in seinem Segment erreichte. Der Inster wurde als „2025 World Electric Vehicle“ ausgezeichnet, und der Ioniq 9 sicherte sich den Titel „2026 Premium Car oft he Year“. „Wir glauben an die Elektromobilität“, erklärt Matrinet die Konzernstrategie. „Wir sehen aber unterschiedliche Geschwindigkeiten bei der Verbreitung dieser Technologie in Europa. Während in Norwegen fast nur noch E-Mobile abgesetzt werden, sieht es in Südeuropa ganz anders aus. Wir müssen uns daher allen Märkten anpassen.“
Im Markenverbund des Konzerns nimmt Hyundai unverändert vor Kia die Spitzenstellung ein. Die Premiummarke Genesis ist in Europa aktuell auf den Märkten Großbritannien, Deutschland und der Schweiz vertreten. Im vergangenen Jahr wurden dort insgesamt überschaubare 2455 Fahrzeuge abgesetzt. In diesem Jahr kommen Italien mit Händlern in Mailand und Padua, die Niederlande und Frankreich hinzu. (aum)
Veröffentlicht am 06.02.2026
