Im Reifengeschäft läuft es nicht rund
Zu 84 Prozent bestimmen Pkw- und Off-Road-Reifen den Markt. Von ihnen wurden im vergangenen Jahr 44,8 Millionen Stück verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gewinner waren hier erneut die Ganzjahresreifen, von denen mit neun Millionen Stück 13 Prozent mehr verkauft wurden als im Vorjahr. Der Absatz an Pkw- und 4x4-Winterreifen (M+S) sank um 7,5 Prozent, der Absatz an Sommerreifen um 7,7 Prozent. Der Marktanteil der Ganzjahresreifen stieg damit um etwa drei Prozentpunkte auf jetzt 20 Prozent. Winterreifen hatten im vergangenen Jahr am Stückabsatz Pkw/Off-Road einen Anteil von rund 47 Prozent, Sommerreifen knapp 33 Prozent.
Der Absatz von Motorrad- und Scooterreifen, mit knapp 1,75 Millionen Stückabsatz gemessen am Gesamtmarkt im Reifenersatzgeschäft eine eher kleine Produktgruppe, wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent.
Mit 3,74 Millionen Stück gingen die Verkäufe im Transporter-Segment im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 0,8 Prozent zurück. Ihr Anteil am Reifenersatzgeschäft insgesamt lag dabei nahezu unverändert bei rund sieben Prozent. Der Absatz von Ganzjahresreifen stieg in dieser Produktgruppe zwar um 6,2 Prozent, damit aber deutlich schwächer als im Vorjahr (knapp 13 Prozent Plus). Winterreifen für Leicht-Lkw verbuchten einen Rückgang von 5,1 Prozent (Vj.: -6,8 Prozent), Sommerreifen von 0,9 Prozent (Vj.: -2,8 Prozent). Das Segment Lkw-Reifen kam auf 2,724 Millionen Einheiten (-1,7 Prozent).
Nach leichten Absatzrückläufen im Vorjahr erholten bzw. stabilisierten sich die Verkäufe in den Nischensegmenten der Reifen für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit 251.000 Stück (Vorjahresniveau) und für Erdbewegungsmaschinen mit 42.000 Einheiten (+2,4 Prozent). (ampnet/jri)
Veröffentlicht am 12.03.2020
