Jeden Tag sterben acht Menschen im Straßenverkehr
Die Zahl der Verletzten lag mit rund 371.000 ebenfalls über dem Vorjahresniveau (plus 1,7 Prozent). Rund 322.000 Menschen wurden leicht verletzt (+2,4 %), rund 49.200 Personen schwer (-2,9 %). Die Zahl der Schwerverletzten sank damit auf den niedrigsten Wert seit Beginn der getrennten Erfassung von Schwer- und Leichtverletzten im Jahr 1991.
Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle in Deutschland lag 2025 mit rund 2,52 Millionen knapp über dem Niveau von 2024 mit 2,51 Millionen (+0,4 %). Bei 2,22 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden (+0,1 %), bei 297.000 Verkehrsunfällen wurden Menschen verletzt oder getötet (+2,3 %).
Langfristig betrachtet geht die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr stark zurück. So wurden beispielsweise 1995 noch rund 9.500 Menschen bei einem Unfall getötet und über 500.000 verletzt.
Die Zahl der Unfälle, bei denen mindestens eine unfallbeteiligte Person alkoholisiert war, lag im Jahr 2025 mit 34.800 leicht unter dem Vorjahreswert (-1,0 %). Durchschnittlich kam es auf Deutschlands Straßen im Jahr 2025 alle 15 Minuten zu einem Alkoholunfall. Insgesamt starben 2025 bei Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit Alkohol 170 Menschen und 17.900 Menschen wurden verletzt. Da Unfälle nicht immer auf nur einen einzigen Grund zurückgeführt werden können, werden häufig mehrere Unfallursachen angegeben. So gehen Alkoholunfälle häufig auch mit anderem Fehlverhalten einher, etwa mit zu schnellem Fahren oder dem Missachten der Vorfahrt.
Wie in den Vorjahren ereigneten sich die meisten Unfälle innerorts. 2025 waren es rund drei Viertel (74 %) sowie rund zwei Drittel aller Verletzten (66 %). 960 Menschen starben. Fast zwei Drittel waren mit dem Fahrrad (285 Tote) oder zu Fuß (317) unterwegs. 42 Prozent der innerorts auf Fahrrädern Getöteten kamen auf dem Pedelec ums Leben (119 Getötete), etwas mehr als die Hälfte (58 %) auf einem Fahrrad ohne Elektrounterstützung. 26 der insgesamt 33 Menschen, die mit dem E-Scooter tödlich verunglückten, starben innerorts.
Die meisten Verkehrstoten gab es naturgemäß außerorts. Grund sind unter anderem die höheren Fahrgeschwindigkeiten außerhalb von Ortschaften. Auf Landstraßen kommen weitere Risikofaktoren wie die fehlende Trennung zum Gegenverkehr, schlechte Überholmöglichkeiten oder ungeschützte Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn hinzu. 56 Prozent der Verstorbenen kamen auf Landstraßen ums Leben, innerorts waren es 34 Prozent und auf Autobahnen zehn Prozent.
Auf Autobahnen verloren 292 Menschen ihr Leben infolge eines Verkehrsunfalls. Darunter waren 177 Pkw-Insassen, 59 Insassen von Lastwagen oder oder Kleintransportern und 34 Motorradfahrer.
Nach wie vor ist überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigste Unfallursache für tödliche Verkehrsunfälle. 29 Prozent der Verkehrstoten und 13 Prozent aller Verletzten kamen im vergangenen Jahr bei Unfällen zu Schaden, bei denen mindestens eine beteiligte Person die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr (812 Getötete, 48.700 Verletzte). Bei jeweils 15 Prozent der Unfälle mit Personenschaden wurde einer beziehungsweise einem Unfallbeteiligten vorgeworfen, den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht eingehalten oder die Vorfahrt nicht beachtet zu haben.
Besonders auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren eine der Hauptunfallursachen. 42 Prozent der Getöteten auf Autobahnen kamen bei Geschwindigkeitsunfällen ums Leben (124 Getötete). Auf Landstraßen war es jeder dritte tödlich Verunglückte (532), innerorts lag der Anteil bei 16 Prozent (156).
74 Kinder unter 15 Jahren kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben – 21 mehr als 2024. Die Zahl der verletzten Kinder lag bei rund 29.200 (+7,3 %). Das bedeutet, dass 2025 im Schnitt alle 18 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde. 31 Kinder kamen als Insassen eines Pkw ums Leben, 22 waren zu Fuß und 13 mit dem Fahrrad unterwegs.
Die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Senioren stieg mit 56.100 (+4,6 %) ebenso wie die Zahl der Getöteten, und zwar um 14 auf 1115 Personen. Damit waren 39 Prozent der Verkehrstoten 65 Jahre oder älter. Die meisten von ihnen (414) kamen in einem Pkw ums Leben. Mit einem Pedelec verunglückten 148 ältere Menschen tödlich, 138 mit einem Fahrrad ohne Motor. (aum)
Veröffentlicht am 07.07.2026
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