Kraftstoff: Je nach Bundesland bis zu 4,5 Cent Unterschied
Nach dem Ende des Tankrabatts am 1. Juli und aufgrund der erneuten Eskalation im Nahen Osten, in deren Folge der Ölpreis zugelegt hat, sind die Kraftstoffpreise in allen Bundesländern inzwischen wieder deutlich über die Marke von zwei Euro gestiegen. Unabhängig davon bewegen sich die aktuellen Kraftstoffpreise nach Meinung des ADAC aber auf einem zu hohen Niveau.
Ein Liter Super E10 kostet im Saarland momentan 2,052 Euro, knapp gefolgt von Berlin mit 2,053 Euro. Schlusslicht ist Sachsen mit 2,097 Euro, Thüringen liegt mit 2,093 Euro auf dem vorletzten Platz. Für Dieselfahrer ist Berlin mit durchschnittlich 2,080 Euro je Liter am günstigsten, in Bremen zahlen die Autofahrer 2,087 Euro je Liter. In Hessen ist Diesel am teuersten – dort kostet der Selbstzünderkraftstoff im Mittel 2,126 Euro. In Nordrhein-Westfalen als Vorletzter ist der Liter mit 2,118 Euro 0,8 Cent günstiger.
Dass Benzin im Saarland und in den drei Stadtstaaten aktuell und auch ansonsten häufig am günstigsten ist, zeigt laut ADAC deutlich, welche Rolle der Wettbewerb für die Höhe der Kraftstoffpreise spielt. Je mehr Tankstellen in einer Stadt oder einem Land zur Verfügung stehen, umso größer ist der Wettbewerb und damit in der Regel auch der Preisdruck. In Flächenländern wie Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern liegen die Spritpreise daher oft höher, da es hier aufgrund der geringeren Bevölkerungsdichte weniger Tankstellen gibt und daher zum Teil lokale Monopole bestehen. (aum)
Veröffentlicht am 16.07.2026

