Nissan-Krise: Uchida zeigt mit Rotstift auf Europa
Durch die Umsetzung des Plans will Nissan bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 eine Gewinnmarge von fünf Prozent und einen nachhaltigen globalen Marktanteil von sechs Prozent erreichen. Das schließt die anteiligen Beiträge seines 50-prozentigen Joint-Ventures in China mit ein.
Der japanische Hersteller will sich künftig auf die Märkte Japan, China und Nordamerika konzentrieren und verspricht sich von der Allianz mit Renault und Mitsubishi eine Sicherung der Asean-Region. Als einziges Werk in den Asean-Staaten soll das Werk in Thailand übrig bleiben. Das Werk in Indonesien soll geschlossen werden. Aus Südkorea will sich Nissan zurückziehen und Datsun nicht mehr in Russland anbieten.
In den Fokus des Managements rückt auch die verstärkte Produktion von Elektro-Fahrzeugen, von denen jährlich mehr als eine Million Einheiten bis 2023 abgesetzt werden sollen. Dazu werden in den kommenden 18 Monaten zwölf neue Modelle auf den Markt gebracht. In Japan kommen zwei weitere Elektrofahrzeuge und vier weitere E-Modelle hinzu. 60 Prozent sind als Elektrifizierungsgrad der Neuwagenverkäufe angepeilt.
Der seit dem 1. Januar amtierende Nissan-Chef Makoto Uchida verfolgt mit der Strategie eine Besinnung auf reine Netto-Umsätze und die stärksten Marktregionen. Indirekt stellte er in einer Pressemitteilung die Wettbewerbsfähigkeit in Europa, und damit auch die angeschlagene Zusammenarbeit mit Renault, in Frage. (ampnet/deg)
Veröffentlicht am 28.05.2020
