Porsche geht auf Mission S
Der Supersportwagen Mission S steht für eine neue Mittelmotorplattform oberhalb des 911. Vorgestellt wurde er ganz bewusst an einem für den Sportwagenbauer bedeutsamen Ort: einem Pier in Queens, New York, mit Blick auf die Skyline von Manhattan. Erste Bilder des Porsche 550 Spyder mit Mittelmotor an diesem Pier gingen 1953 um die Welt und öffneten der Sportwagenschmiede den US-Markt. Das Design des Mission S greift viele historische Elemente auf, die vom 911 über den GT1 und den 959 bis hin zum 928 reichen. Farblich knüpft das Showcar mit speziell entwickelten Weiß-, Grau- und Rottönen bewusst an die Tradition erfolgreicher Rennwagen der Stuttgarter an.
Im Interieur standen Modelle wie der 550 Spyder und der 356, der erste Sportwagen der Marke, Pate. Porsche verzichtet bewusst auf ein dauerhaft integriertes Center-Display und ein fest installiertes Beifahrer-Display. Stattdessen wurde ein bei Bedarf ausfahrbares Smartphone-System entworfen. Auf Wunsch wird das persönliche Smartphone zum Navigations- oder Informationsdisplay. Der Zugriff auf alle Funktionen erfolgt über eine App. Sie bietet darüber hinaus die Möglichkeit, digital historisch inspirierte Styles für die Rundinstrumente auszuwählen.
Das Unternehmen will sich wieder stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren und hat sich dazu in den vergangenen Monaten von etlichen Beteiligungen getrennt. Mittelfristig strebt Porsche an, die Gewinnschwelle auf unter 200.000 Fahrzeuge zu senken. Wert soll vor Volumen gehen. Geplant ist eine deutliche Erweiterung des Individualisierungsangebots zur weiteren Steigerung der Exklusivität. Erklärtes Ziel ist eine operative Umsatzrendite von zehn bis 15 Prozent. Zur Rentabilität und Verschlankung gehört auch der sozialverträgliche Abbau von rund 9.000 Stellen, der auch eine Standortsicherung für die Stammbelegschaft bis 2035 umfasst. (aum)
Veröffentlicht am 16.10.2026
















