2019-09-24 16:46:00 Automobile

Ratgeber: Im Winter mit genügend Profil und richtiger Mischung fahren

Schnee, Glatteis oder Reifglätte können jederzeit und überraschend auftreten, wie in der vergangenen Wintersaison zu beobachten war. Die Prüforganisation Dekra rät in der kalten Jahreszeit mit Nachdruck zu geeigneten Winterreifen und erklärt, worauf es ankommt.

Ein spezielles Profil mit mehr Profilrillen und Lamellen in den Profilblöcken verleiht Fahrzeugen mit Winterreifen eine deutlich bessere Traktion und kürzere Bremswege auf winterlich glatten Straßen als Sommerpneus. Spezielle, kälteflexible Gummimischungen sorgen überdies für guten Grip, auch bei niedrigen Temperaturen.

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe in Deutschland beträgt 1,6 Millimeter, Dekra empfiehlt jedoch, eine Profiltiefe von mindestens 4,0 Millimetern bei Winterreifen nicht zu unterschreiten. In Österreich erfüllt ein Winterreifen mit weniger als vier Millimetern Profil nicht die Winterreifenpflicht. Verstöße können hohe Bußgelder nach sich ziehen.

In Deutschland gilt eine „situative Winterreifenpflicht“. Bei winterlichen Straßenbedingungen müssen Fahrzeuge also mit wintertauglicher Bereifung ausgestattet sein. Das gilt bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte. Als wintertauglich gelten seit Anfang 2019 nur noch Reifen, die das Piktogramm „Berg mit Schneeflocke“ tragen. Es löst das M+S-Zeichen ab und wird nur nach Bestehen eines Vergleichstests vergeben.

Bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht drohen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt im Flensburger Fahrerlaubnisregister, bei Behinderung anderer erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro. (ampnet/deg)

Veröffentlicht am 24.09.2019

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/Dekra
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