2021-01-05 15:11:00 Automobile

Ratgeber: Transparente Haut schützt vor Steinschlag

Jeder Autofahrer hasst sie, die winzigen Einschläge vom Steinschlag an der Fahrzeugfront, auch die Schrammen und Kratzer an der Ladekante und in den Griffmulden der Türen sind kein Grund zur Freude. Wie „safer sex“ funktioniert, hat sich mittlerweile Gott sei Dank herumgesprochen. Ähnlich funktioniert der Schutz beim Fahrzeug: Eine Folie schafft Schutz vor diesen unschönen und wertmindernden Faktoren. Die Folie ist völlig transparent und nur bei genauestem Hinsehen mit dem bloßen Auge erkennbar.

Diese Folien lassen sich auf allen Fahrzeugen leicht anbringen. Die Vorarbeiten dazu sind gering. Das Fahrzeug muss lediglich professionell gereinigt werden, bevor die Folie aufgezogen werden kann. Die elastische, anschmiegsame Schutzhülle wird mit einem Alkoholgemisch besprüht und dann aufgeklebt. Das Alkoholgemisch sorgt für Geschmeidigkeit und verdunstet komplett nach der Anbringung. Das vermeidet hässliche Blasen unter der Folie. Sie lässt sich auch auf stark gewölbten Flächen ohne Falten und Blasen applizieren und passt sich den Fahrzeugkonturen flexibel an. Beim Umkleben von Kanten und Ecken bietet sie ein gutes Umschlagverhalten. Die Folie lässt sich jederzeit wieder mühelos und rückstandsfrei entfernen.

Bernhard Schad, Inhaber von „Schad Originale“, einem Karosserie- und Lackierfachbetrieb beklebt seit vielen Jahren Fahrzeuge mit solchen Folien. Er berichtet aus der Praxis: „Die Folie schützt den darunter liegenden Lack, sodass dieser auch nach vielen Jahren wie neu aussieht.“ Der Originallack bleibe in bestmöglichem Zustand; Nachlackierungen seien unnötig. „Fahrzeuge mit Folie am Vorderwagen können auch nach Jahren wieder „fast wie neu“ aufbereitet werden“, weiß Schad. „Die Folie versiegelt sozusagen die Lackoberfläche.“

Ein typisches Paket für diesen Lackschutz umfasst die Fahrzeugfront, bestehend aus Motorhaube, den vorderen Kotflügeln und der vorderen Stoßstange. Der Preis ist abhängig von der Qualität des Zuschnitts der Folien. Fertige Folien aus dem Plotter sind genau auf typische Fahrzeugmodelle vorprogrammiert und zugeschnitten, haben aber den Nachteil, dass sie die Randbereiche oft nicht präzise abdecken. So ein Paket kostet zwischen 600 bis 700 Euro. Etwas tiefer in die Tasche muss man bei von Hand zugeschnittenen Folien greifen. Diese sind exakt bis zu jeder Karosseriekante und können sogar um diese umgelegt werden, so dass so gut wie keine Lackteile mehr von Steinschlägen erreicht werden können. Hier bewegen sich die Kosten in der Regel über 1000 Euro netto.

„Werden die Schäden im Nachhinein ausgebessert, belaufen sich die Kosten für eine komplette Lackierung der Front bestehend aus Haube, Kotflügel und Stoßstange auf mindestens 2000 Euro. Je nach Umfang der Beschädigungen, Farbton und anderen Faktoren können die Kosten auch deutlich darüber liegen“, so Bernhard Schad. Sein Fazit: Die zweite Haut ist nicht nur ein hauchdünner Schutz für den Lack, er erspart dem Besitzer auch viele ärgerliche Erlebnisse mit Steinschlag, sondern erweist sich als Investition. Schließlich gilt beim Wiederverkauf: Das Auge kauft mit. (ampnet/uk)

Veröffentlicht am 05.01.2021

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/Ute Kernbach
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