Reallabor Hafencity – mit Tempo 25 autonom durch Hamburg
Der Vorsitzende der Geschäftsführung von IAV Matthias Kratzsch ist besonders stolz auf den flüssigen Ablauf der vollständig autonomen Fahrt. Der wird durch das Zusammenspiel von IAV-Sensorik auf der Strecke sowie einer Leitstelle der Hamburger Hochbahn erreicht. Ein abruptes Abbremsen oder holprige Überholvorgänge konnten nach den Tests ohne Fahrgäste vermieden werden. Auch Fahrten bei Regen oder Linksabbiegen sind keine Probleme mehr. Das Fahrzeug kommuniziert mit Ampeln und Masten auf der Strecke und kann so regelrecht um die Ecken sehen. Dennoch sind Falschparker im Kreuzungsbereich der belebten Hafencity eine Herausforderung. Deswegen ist das Shuttle noch mit zwei Sicherheitsfahrern besetzt. Die komplexe Verkehrsführung in der Hamburger Hafencity macht die Fahrt besonders anspruchsvoll und macht das Projekt gegenüber ähnlichen Versuchen einzigartig.
Autonomes Fahren hat bei der IAV Tradition. Bereits seit der Mitte der 1990er Jahre forscht die Volkswagentochter in diesem Bereich. So gelang es den Ingenieuren erstmals 2003, ein autonomes Fahrzeug auf einer Straße fahren zu lassen.Das Projekt Heat ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft der Mobilität: elektrisch, autonom und vernetzt sind die bekannten Schlagworte. Die Hansestadt will mit Heat Vorbild für andere Metropolen auf der Welt sein. Deswegen werden die Erkenntnisse werden in zwei Monaten auf dem ITS-Weltkongress der Fachwelt vom 11. Bis 15. Oktober 2021 in Hamburg vorgestellt. Die Hamburger Bürger können es bereits heute kostenlos testen. Für die etwa fünfzehnminütige Fahrt im Shuttle ist lediglich die Registrierung in der Heat-App ist notwendig. (aum/GÖ/tw)
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Veröffentlicht am 10.08.2021
