Schichtwechsel in Eisenach
In Rüsselsheim beschäftigt sich Franck Mulard derzeit mit dem Umbau des Standorts zum grEEn-campus. Vom 1. November 2026 an übernimmt er eine andere Aufgabe: Der Ingenieur wird Geschäftsführer der Opel Eisenach GmbH. Damit verantwortet er künftig das Werk, in dem der Grandland mit unterschiedlichen Antrieben vom Band läuft.
Mulards Laufbahn begann 1990 bei der damaligen Groupe PSA. Nach dem Studium an der französischen Ingenieurhochschule ENSTA führte ihn sein erster beruflicher Weg in die Lackiererei des Werks Poissy. Es folgten Aufgaben in Fertigung und Personalwesen, mit Stationen in Frankreich, Großbritannien, Russland und Österreich. Nach Eisenach kommt also kein Neuling, sondern ein international erfahrener Konzernmanager.
Sein Vorgänger Rafal Trojca übernimmt bei Stellantis die Verantwortung für den Bereich „Injection and Stamping“ innerhalb der europäischen Fertigungsorganisation. Auch Trojcas Karriere ist eng mit den Produktionsstandorten des Konzerns verbunden: Sie begann 1998 im polnischen Motorenwerk Tychy und führte ihn unter anderem nach Rüsselsheim, Wien und Kaluga. Vor seinem Wechsel nach Eisenach leitete er zweieinhalb Jahre das Komponentenwerk Kaiserslautern.
Für Mulard beginnt das neue Kapitel an einem Standort mit gut drei Jahrzehnten Automobilgeschichte. Im Februar 1991 wurde der Grundstein für das Eisenacher Werk gelegt. Für die Fertigung des aktuellen Grandland flossen 130 Millionen Euro in die Fabrik. Nun bekommt die modernisierte Produktion einen neuen Chef. (aum)
Veröffentlicht am 27.10.2026
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