Skoda nimmt Zentrum für Testträger und Prototypen in Betrieb
Um neben einzelnen Komponenten auch das Gesamtfahrzeug im Blick zu behalten, bleiben klassische Fahrversuche aber weiterhin unerlässlich, obwohl digitale Simulationen und Modelle im Laufe der Testphase neuer Fahrzeuge immer mehr an Bedeutung gewinnen. Aufgrund der immer komplexeren und leistungsfähigeren elektronischen Architektur moderner Fahrzeuge liegt der Fokus auf Funktionstests von Elektrik, Elektronik und Assistenzsystemen sowie der Kommunikation zwischen den Bordrechnern. Die Testträger des rein elektrischen Enyaq iV fertigte Skoda bereits zum Teil in dem neuen Gebäude.
Im Erdgeschoss des Testzentrums befindet sich das Teilelager inklusive einer überdachten Hoffläche für das Entladen von Lkw. Die Karosserien werden im zweiten Stock gefertigt, Endmontage und Lackiererei sind im dritten Stock untergebracht. Für den Transport des Materials zwischen den Stockwerken sorgt ein Lastenaufzug.
Dank zweier Roboterstationen steigt der Anteil der Automatisierung in der Karosseriefertigung von 15 auf 45 Prozent. Die Fertigungskapazität verdoppelt sich dadurch auf zehn Karosserien pro Woche – bei gleichzeitig 20 Prozent weniger Platzbedarf. Darüber hinaus lassen sich im Karosseriebau auch Leichtbaukonstruktionen fertigen. Zum Testen von Fügetechniken wie dem Clinchen oder Nieten, dem bohrungslosen Formschrauben (FDS), dem Laserschweißen und der Mischbauweise hat Skoda den Karosseriebau außerdem um ein Innovationszentrum erweitert. (ampnet/jri)
Veröffentlicht am 15.01.2021
