Skoda Peaq: Der Gipfelstürmer
Offiziell vorgestellt wurde der Peaq folgerichtig nicht irgendwo im Flachland, sondern auf dem Gipfel des rund 1300 Meter hohen Mont de Salève oberhalb von Genf. Das neue Modell rundet das Angebot nach oben ab und trumpft gleichzeitig mit einigen Superlativen auf. So ist das Glasdach das größte in der Firmengeschichte, und die beiden hinteren Türen die breitesten im Segment. Das ist auch notwendig, um den Passagieren in der dritten Sitzreihe einen problemlosen Zutritt zu ermöglichen. Auch der 90 kWh starke Akku ist Rekord für Skoda, und das gilt auch für die Länge von knapp 4,90 Metern. Der Radstand beträgt großzügige 2,77 Meter. Das Ladevolumen von 935 Litern für den Fünfsitzer ist ebenfalls ein Bestwert, und unter der Fronthaube befindet sich ein zusätzliches, 37 Liter fassendes Abteil für die Ladekabel.
Der Peaq wurde von den Kreativen im tschechischen Mlada Boleslaw in der neuen Designsprache „Modern Solid“ eingekleidet, was sich in klare und sachliche Linien übersetzt. Die Frontpartie trägt die bereits mit dem Epiq eingeführte T-förmige Lichtsignatur, so dass sich der größte Skoda nahtlos in die Formensprache der Marke einpasst. In der Topausstattung kommen LED-Matrix-Scheinwerfer zum Einsatz. Dank der zum ersten Mal bei einem Skoda bündig eingesetzten versenkten Türgriffe entsteht eine glatte und elegante Seitenfläche. Das und andere Maßnahmen ergaben einen sehr guten cw-Wert von 0,249, so dass der Peaq zu den akustisch zurückhaltenden Vertretern seiner Zunft gehören dürfte.
Auch im Innenraum herrscht eine fast schon skandinavische Sachlichkeit, die durch die hochwertigen Materialien noch verstärkt wird. Keine Frage, dieser Skoda klopft endgültig am Premiumsegment an. In der Topausstattung besitzen die Frontsitze auch eine Massagefunktion und ergonomisch gestaltete Beinstützen, und außerdem wurde die langstreckentauglichen Sitze von der Arbeitsgemeinschaft Gesunder Rücken (AGR) zertifiziert.
Der Fahrer blickt auf eine aufgeräumte Informationszentrale, und für das Infotainment und für die Konnektivitätsdienste ist ein 13,5 Zoll messender Monitor zuständig. Erfreulich sind die analogen Schalter für die Klimatisierung unter dem Bildschirm, an dessen unterem Rand weitere Einstellungen ohne Umwege über verschiedene Menüs bedient werden können. Und natürlich fehlt auch beim Peaq nicht der in der Armlehne der Tür platzierte Regenschirm.
„Die Entwicklung des Peaq hat vor vier Jahren mit der Vorstellung des Konzeptmodells Vision 7S begonnen. Jetzt haben wir mit dem Serienmodell neue Höhen erreicht“, erklärte passend zum Ort der Weltpremiere in den französischen Alpen Skoda-Chef Klaus Zellner. Der Peaq steht mit zwei Akkugrößen bei den Händlern. Neben einem 63 kWh leistenden Energiespeicher, steht ein 91 kWh starker Akku zur Wahl, der das SUV 640 Kilometer weit bringen soll. Der kleinere Energiespeicher ist für 450 Kilometer gut.
Neben dem Heckantrieb in den Varianten Selection 60, Selection 90, Sportline 60 sowie Sportline 90, steht in den Versionen Spotline 90x und Selection 90x auch ein Allradantrieb bereit. Mit dem kleineren Akku verbunden ist ein 150 kW (204 PS) starker Antrieb. Der größere Energiepartner versorgt einen 210 kW (285 PS) starken Motor, und die 90x-Versionen kommen auf 220 kW (299 PS). Die Energiespeicher lassen sich am Schnelllader in 27 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufladen. Zwischen 0 und 100 km/h vergehen je nach Ausführung zwischen 6,7 und 8,4 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h für die Modelle mit dem kleineren Akku und bei 180 km/h für die Modelle mit der größeren Batterie.
Die Preisliste beginnt für den Peaq Selection 60 bei 49.900 Euro. Für die Version Selection 90 werden 57.900 Euro fällig, der Peaq 90x steht für 60.400 Euro bei den Händlern. Für den Sportline 60 wechseln 54.800 Euro den Besitzer, und der Sportline 90 kostet 62.800 Euro. Die Topversion Sportline 90x schließlich kommt auf 65.300 Euro. (aum)
Veröffentlicht am 24.06.2026



























