2026-06-22 16:01:00 Automobile

Stauprognose: Start der Sommerferien

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Fotos: Autoren-Union Mobilität

Mit dem Ferienbeginn in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland startet am Wochenende (26.–28.6.) die erste große Sommerreisewelle des Jahres. Auch aus mehreren europäischen Nachbarländern sind zahlreiche Urlauber unterwegs. Der ADAC rechnet deshalb mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und längeren Staus. Besonders stark belastet sein werden die klassischen Reiserouten in Richtung Süden sowie die Strecken zur Nord- und Ostsee. Bereits ab Freitagmittag setzt starker Urlaubsverkehr ein. Am Samstagvormittag kommt zusätzlich der Ausflugsverkehr in die Naherholungsgebiete hinzu. Vor allem die Alpenregion, die Mittelgebirge, die Küstengebiete und die Seenlandschaften sind betroffen. Am Samstag- und Sonntagabend sorgen Rückreisende für weiteres Verkehrsaufkommen.

Auch in mehreren Nachbarländern beginnen die Sommerferien, darunter in einigen Kantonen der Schweiz, in Polen und in Dänemark. In Norwegen, Schweden und Finnland haben die Ferien bereits begonnen. Dazu kommen mehr als 1000 Baustellen auf den deutschen Autobahnen, die den Verkehr zusätzlich bremsen.

Besonders staugefährdete Autobahnen sind:
- A 1 Fehmarn – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
- A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berliner Ring
- A 3 Oberhausen – Köln – Frankfurt sowie Passau – Linz
- A 5 Kassel – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
- A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A 7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen/Reutte
- A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A 9 Berlin – Nürnberg – München
- A 10 Berliner Ring
- A 24 Hamburg – Schwerin – Berliner Ring
- A 81 Singen – Stuttgart – Heilbronn
- A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A 96 Lindau – München
- A 99 Autobahnring München

Auch auf den wichtigen Urlaubsrouten im Ausland ist Geduld gefragt. In Österreich führen Baustellen und Ferienverkehr auf der Westautobahn (A 1), der Pyhrn-Autobahn (A 9), der Tauern-Autobahn (A 10), der Inntal-Autobahn (A 12) sowie auf der Brenner-Autobahn (A 13) zwischen Innsbruck und dem Brenner zu Behinderungen. Auf der Brennerroute wirkt sich zudem die Sanierung der Luegbrücke auf den Verkehrsfluss aus. Ebenfalls staugefährdet sind die Rheintal-/Walgau-Autobahn (A 14), die Arlbergstraße (B 197) und die Fernpassstraße (B 179). Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Fernpass-Route in Tirol. Am Samstag, dem 27. Juni, wird die B 179 zwischen Reutte und Nassereith von 10 bis 12 Uhr vollständig gesperrt. Bereits vor und nach der Sperrung muss mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus gerechnet werden. Der ADAC empfiehlt deshalb, den Fernpass an diesem Tag weiträumig zu umfahren.

In der Schweiz muss vor allem auf den Hauptachsen zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen (A 1) mit Verzögerungen gerechnet werden. Auch die Gotthard-Route auf der A 2 zwischen Basel und Chiasso, die A 3 von Basel über Zürich nach Chur sowie die San-Bernardino-Route auf der A 13 bleiben stark belastet.

In Italien zählen die A 9/A 7 von der Schweizer Grenze über Mailand nach Genua und die A 22 über den Brenner zu den Problemstrecken.

Um zu verhindern, dass sich der Ausweichverkehr durch Ortschaften staut, gelten bei Stau auf mehreren Strecken in Bayern sowie auf zahlreichen Landesstraßen in Tirol Abfahrtssperren. Betroffen sind unter anderem die Regionen rund um Rosenheim, Garmisch-Partenkirchen und das Ostallgäu sowie die Tiroler Bezirke Innsbruck, Kufstein, Imst und Reutte. (aum)

Veröffentlicht am 22.06.2026

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