Volvo XC40 / EX40: Thors Hammer strahlt jetzt stärker
Auch im Innenraum gingen die Kreativen um Chefdesigner Jim Baste zurückhaltend vor und spendierten dem Modell einen neuen größeren Touchscreen (11,2 Zoll), der den Zugang zum Infotainmentsystem ermöglicht und sich intuitiver als bisher bedienen lässt. Außerdem ist der neue KI-Sprachassistent Google Gemini an Bord. Um eine jüngere Kundschaft anzusprechen, wirkt das Interieur jetzt etwas verspielter ohne, die für skandinavisches Design sachliche Atmosphäre zu verwässern. Das klingt widersprüchlich, ist aber im konkreten Fall durchaus gelungen. Die Unterhaltung übernimmt eine Audioanlage von Harman Kardon, und das Gepäckabteil ist nach wie vor familientauglich. „Beim XC40 haben wir uns von der vom Basalt dominierten Umgebung Göteborgs inspirieren lassen“, erklärt Baste die kreative Entwicklung des Designs. Gleichzeitig wurde die neue Lackierung Heather Bronze eingeführt. Allerdings verzichtete Volvo auf knalligere Farben, die dem XC40 sicher gut stehen würden.
Während die optischen Veränderungen zurückhaltend ausfielen, wurde die Software und Sensorik deutlich gründlicher überarbeitet. Dabei steht, bei Volvo wenig überraschend, die Sicherheit der Passagiere und der anderen Verkehrsteilnehmer im Vordergrund. „Die Sicherheit hat uns beim Design geführt“, erklärt Baste. Für die Neuauflage spendierten die Entwickler in Göteborg dem Modell eine neue Software- und Sensorplattform. Die neue Frontkamera, Radare an Front, Heck und an den vier Ecken des SUV sowie zwölf Ultraschallsensoren und neuen Parkkameras bringen einen verbesserten Überblick für den Menschen hinter dem Lenkrad.
Dank der neuen Plattform kommen neue und weiterentwickelte Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen in das Modell. Dazu gehören unter anderem ein den Fahrer bei einem Ausweichmanöver unterstützender automatischer Notlenkassistent und ein Türalarm, der die Insassen vor dem Öffnen der Tür warnt, wenn sich von hinten zum Beispiel ein Fahrrad oder andere Fahrzeuge nähern. Außerdem ergänzten die Entwickler das optionale Pilot Assist System um einen Spurwechselassistenten, mit dem der XC40 dem Straßenverlauf sanfter als bisher folgt. Die optionale 360-Grad-Kamera wurde um eine 3-D-Ansicht ergänzt, um das Einparken zu vereinfachen.
Bei den Antrieben stehen zwei Benzinmotoren mit MildhHybrid-Technik bei den Händlern, und zusätzlich ergänzen drei vollelektrische Varianten mit zwei Akkugrößen die Baureihe. Die beiden Turbo-Vierzylinder leisten 163 PS (120 kW) oder 197 PS (145 kW). Der stärkere Antrieb erreicht dank der Miller-Steuerzeiten um bis zu fünf Prozent verringerte CO2-Emissionen. Die Kraftübertragung übernimmt bei beiden Motoren ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.
Als „Einstiegsdroge“ für Umsteiger in die Welt der Elektromobilität steht der EX40 mit 175 kW (238 PS) und einem 70 kWh starken Akku und einer Reichweite von 477 Kilometern bei den Händlern. Die Version P5 Long Range Electric leistet 185 kW (252 PS) mit einem 82 kWh starken Akku und kommt auf eine Reichweite von bis zu 576 Kilometern. Topversion ist der P8 Performance AWD mit zwei E-Motoren und Allradantrieb, der 325 kW (442 PS) leistet und eine Reichweite von 538 Kilometern erreicht. An Bord ist ein elf-kW-Ladegerät, an der Schnellladestation steigt die Ladeleistung auf bis zu 205 kW.
XC40 und EX40 kommen in vier Ausstattungsversionen zu den Kunden. Neben Essential stehen die Linien Core, Plus und Ultra bei den Händlern. In der Basisausstattung sind unter anderem Einparkhilfe vorne und hinten sowie Google Gemini und LED-Matrix-Scheinwerfer serienmäßig an Bord. Auch der Türalarm und der Totwinkelassistent BLIS ist an Bord.
Die Preisliste für den XC40 beginnt bei 43.990 Euro und reicht bis 56.190 Euro für die Ultra Black Edition. Der EX40 startet bei 47.490 Euro. Die Topvariante mit Allradantrieb kostet 65.390 Euro. (aum)
Veröffentlicht am 14.09.2026




















