Wunsch und Wirklichkeit: Deutlich mehr Kohlestrom
Mit einem Plus von 22,5 Prozent verzeichnete der Strom aus Kohlekraftwerken auch den höchsten Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anteil von Kohle an der insgesamt eingespeisten Strommenge betrug damit 31,9 Prozent. Im ersten Halbjahr 2021 hatte er noch bei 27,1 Prozent gelegen.
Einen deutlichen Rückgang verzeichnete im dritten Quartal 2021 die Stromeinspeisung aus Erdgas mit einem Minus von 38,9 Prozent. Der Anteil von Erdgas an der Stromeinspeisung betrug lediglich 8,7 Prozent, das war der niedrigste Wert seit dem dritten Quartal 2018. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang sind die im zweiten Halbjahr 2021 deutlich gestiegenen Preise für Erdgas.
Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien sank im Vergleich zum dritten Quartal 2020 leicht um 0,8 Prozent. Dabei nahm die Stromeinspeisung aus Windkraft um 2,0 Prozent und die Einspeisung aus Photovoltaik um 2,8 Prozent ab. Deutlich zugenommen hat die Stromerzeugung aus Wasserkraft (+19,0 Prozent), aus der aber lediglich 4,2 Prozent der gesamten Strommenge stammten, während die Windkraft einen Anteil von 16,6 Prozent beisteuerte. Zusammengenommen ging der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromeinspeisung von 44,0 Prozent auf 43,1 Prozent zurück.
Die nach Deutschland importierte Strommenge ist im dritten Quartal 2021 im Vergleich zum dritten Quartal 2020 um 13,6 Prozent gestiegen. Besonders deutlich war der Anstieg bei den Stromimporten aus Frankreich, die sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt haben. Die exportierte Strommenge stieg um 8,9 Prozent. Insgesamt wurde weiterhin deutlich mehr Strom exportiert als importiert. (aum)
Veröffentlicht am 14.12.2021
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