ZF: Mehr Gewinn bei weniger Umsatz
Im Rahmen der Restrukturierung der Division E (Elektrische Antriebe) hat sich ZF mit verschiedenen Kunden darauf geeinigt, mehrere Projekte vorzeitig zu beenden, die aufgrund des langsameren Hochlaufs der Elektromobilität nicht die erwartete Profitabilität erreichen. Diese Entscheidung führt zu einer Einmalbelastung in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro, was maßgeblich zum buchhalterischen Verlust von etwa 2,1 Milliarden Euro beiträgt.
Die Nettoverschuldung konnte der Konzern um rund 250 Millionen Euro auf 10,2 Milliarden Euro senken. „Der Abbau der Finanzverbindlichkeiten hat für uns weiterhin höchste Priorität“, betonte Vorstandsvorsitzender Mathias Miedreich heute bei der Bilanzvorlage. „Mit jedem Euro weniger an Zinsen stärken wir unsere Widerstandsfähigkeit. Gleichzeitig wächst der Freiraum für die Realisierung von Vorhaben, mit denen wir unseren Ertrag steigern.“ Wirtschaftlich seien die Ziele für das vergangene Jahr übertroffen worden. Daher werde der eingeschlagene Weg zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit fortgesetzt.
Die Zahl der Mitarbeiter ging um rund 8500 auf weltweit 153.153 zurück. Beim im Juli 2024 ausgegebenen Ziel, die Zahl der Stellen in Deutschland um 11.000 bis 14.000 zu reduzieren, wird die Personalkapazität wie geplant auf freiwilliger Basis über Fluktuation, Abfindungs- und Altersteilzeitprogramme sowie verkürzte Arbeitszeiten verringert. (aum)
Veröffentlicht am 19.03.2026

