ADAC wünscht sich technologieoffene Alternativen
Vor allem auf E-Fuels und Wasserstoff aus regenerativen Quellen setzt der ADAC langfristig große Erwartungen. Für beide sprechen die gute Speicherfähigkeit sowie Synergieeffekte im Rahmen der Sektorkopplung von Strom, Wärmemarkt und Verkehr. Weitere Instrumente zur Förderung eines klimaneutralen Verkehrs sieht Deutschlands größter Automobilclub in einer Reform der Kfz-Steuer, die konsequent an CO2-Emissionen anknüpft. Der vorliegende Gesetzentwurf der Bundesregierung stelle einen grundsätzlich vertretbaren Kompromiss zwischen Anreizen für mehr Klimaschutz und bezahlbarer Mobilität dar.
Insbesondere begrüßt der ADAC, dass die Bundesregierung einen steuerlichen Bonus sowohl für elektrische wie auch für nicht-elektrische Fahrzeuge mit niedrigen CO2-Emissionen in ihren Vorschlag aufgenommen hat. Klar ist für den Automobilclub aber auch, dass es für einige Halter teurer wird. Forderungen nach einer weiteren Verschärfung des Gesetzentwurfs sieht der ADAC sehr kritisch. Es sei zu beachten, dass auf Autofahrer ab 2021 auch durch die CO2-Bepreisung zusätzliche Belastungen zukämen. Zudem sei die Kfz-Steuer bereits durch die Umstellung des Prüfverfahrens zur Ermittlung der CO2-Emissionen von NEFZ auf WLTP für die meisten Pkw seit September 2018 teurer geworden.
Für entscheidend hält der ADAC-Technikpräsident auch eine höhere Attraktivität des ÖPNV sowie eine Verbesserung der Radinfrastruktur. Dabei dürfe jedoch nicht übersehen werden, dass ein Verzicht auf das Auto nicht überall realisierbar sei, beispielsweise im ländlichen Raum. (ampnet/deg)
Veröffentlicht am 17.06.2020
