Airstream feiert 20 Jahre in Europa
Viele Europäer kannten die aus Aluminium gefertigten Fahrzeuge (was ihnen auch den Namen „silberne Zigarren“ einbrachte) damals eher als Imbiss- und Gastronomiewagen denn als Caravan. „Das lag vor allem daran, dass in Europa überwiegend ausrangierte Airstreams aus den 1970er-Jahren importiert und anschließend zu Imbissfahrzeugen umgebaut wurden. Der hohe Aufwand für Transport und Import ließ sich im gewerblichen Bereich erheblich einfacher rechtfertigen als bei einem Wohnwagen“, erklärt Armin Heun, Geschäftsführer von ROKA Werk, dem Europa-Importeur von Airstream.
Nach dem Marktstart 2006 in Großbritannien folgte 2007 der offizielle Auftritt auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf, gemeinsam mit ROKA Werk als Händler für den deutschsprachigen Raum. Anschließend entstanden Händlerstandorte in den Niederlanden und Italien. Bis 2014 waren die Modelle noch mit Möbelkomponenten aus europäischer Fertigung in England ausgestattet. Mit steigenden Produktionszahlen wurde die Fertigung anschließend ins Stammwerk im amerikanischen Jackson Center, Ohio, verlagert. Gleichzeitig übernahm ROKA Werk in Merenberg die Distribution für alle europäischen Länder und baute weitere Händlerstandorte unter anderem in Frankreich und Norwegen auf.
Die charakteristische Außenhülle mit ihren Wurzeln in der Luftfahrt prägt seit Jahrzehnten die unverwechselbare Optik mit bis zu 20 echten Glasfenstern. Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen in eine neue Fahrzeuggeneration. Die World-Traveler-Serie wurde mit dem Ziel entwickelt, die US-Wohnwagen für eine neue Generation von Zugfahrzeugen leichter und kompakter zu machen. Den Auftakt machte im vergangenen Jahr der World Traveler 22 – ein Airstream mit sechs Meter langem Aufbau, Einzelachse und einem zulässigen Gesamtgewicht von 2000 Kilogramm. Weitere Ausführungen sollen zum Modelljahr 2027 folgen. (aum)
Veröffentlicht am 09.07.2026
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