Aus Unfällen für die Zukunft lernen
Dort werden der Ort und der Hergang der Ereignisse so detailliert wie möglich untersucht und viele Fragen gestellt: Wie stark war der Aufprall? Wie schnell haben die aktiven Sicherheitssysteme eingegriffen? Wie geht es den Passagieren? Wie waren die Witterungsbedingungen? Wie viel Uhr war es? In welchem Zustand waren die Fahrbahnmarkierungen? Zurück im Büro geht die Arbeit weiter: Das Team bittet um öffentlich zugängliche Polizeiberichte, nimmt Kontakt mit dem Fahrer auf und untersucht, wenn möglich, das Fahrzeug.
Außerdem versuchen die Unfallforscher zu verstehen, wie der Fahrer den Unfall erlebt hat. An diesem Prozess sind auch Verhaltensforscher aus dem Safety Centre beteiligt. Schließlich werden die Unfallbeteiligten gebeten, dem Team Einblick in ihre Krankenakten zu gewähren. Sie wollen Details zu den erlittenen Verletzungen erfahren. Biomechanik-Experten und Physiker versuchen dann, die exakte Ursache für die Verletzungen herauszufinden.
Jedes Jahr werden auf diese Weise 30 bis 50 Unfälle untersucht. Malin Eckholm stellt fest: „Das Team der Unfallforschung ist bei weitem nicht die einzige Datenquelle für unsere Sicherheitsexperten, aber es hilft uns enorm dabei, die Details zu verstehen.“ (ampnet/Sm)
Veröffentlicht am 30.10.2020
