2020-11-05 09:36:00 Automobile

BMW konnte von der wieder wachsenden Nachfrage profitieren

Die BMW Group hat im dritten Quartal 2020 ihren Absatz und Konzernüberschuss steigern können und liegt nach neun Monaten für ihre Jahresziele auf Kurs. Die BMW Group konnte von der regional wieder erstarkenden Nachfrage profitieren. Gleichzeitig bleiben Kosteneffizienz und Cash-Management entscheidend, um die weiterhin anhaltenden Folgen der Corona-Pandemie mit ihren regional unterschiedlichen Ausprägungen bestmöglich zu beherrschen. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen ein gegenüber 2019 deutlich niedrigeres Konzernergebnis vor Steuern.

Im dritten Quartal konnte die BMW Group weltweit 675.592 (Vj.: 621.981 / +8,6 Prozent) Automobile der Premium-Marken BMW, Mini und Rolls-Royce an Kunden ausliefern – ein neuer Höchstwert für ein Quartal. Der Konzernumsatz belief sich auf 26.283 Mio. € (Vj.: 26.667 Mio. € / -1,4 Prozent). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) stieg entsprechend um nahezu 10 Prozent auf 2464 Mio. € (Vj.: 2248 Mio. € / +9,6 Prozent). Die Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge) des Konzerns betrug im dritten Quartal 9,4 Prozent (Vj.: 8,4 Prozent). Der Konzernüberschuss belief sich auf 1815 Mio. € (Vj.: 1.546 Mio. € / +17,4 Prozent).

In den ersten neun Monaten lagen die Auslieferungen an Kunden bei 1.638.167 Automobilen (Vj.: 1.872.451 / -12,5 Prozent). Der Konzernumsatz ging auf 69.508 Mio. € zurück (Vj.: 74.844 Mio. € / -7,1 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 2962 Mio. € (Vj.: 5063 Mio. € / -41,5 Prozent). Der Konzernüberschuss lag bei 2177 Mio. € (Vj.: 3614 Mio. € / -39,8 Prozent).

Der Umsatz im Segment Automobile lag im dritten Quartal bei 21.962 Mio. € (Vj.: 23.016 Mio. € / -4,6 Prozent). Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) belief sich auf 1477 Mio. € (Vj.: 1.515 Mio. € / -2,5 Prozent). Die EBIT - Marge stieg auf 6,7 Prozent (Vj.: 6,6 Prozent). Per September ging der Umsatz auf 54.829 Mio. € zurück (Vj.: 64.853 Mio. € / -15,5 Prozent). Das EBIT lag im positiven Bereich bei 152 Mio. € (Vj.: 2674 Mio. € / ‑94,3 Prozent).

Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 1.427.392 Automobile der Marke BMW ausgeliefert (-11,3 Prozent). Die Marke Mini kam in diesem Zeitraum auf 208.124 Einheiten (-20,0 Prozent) und Rolls-Royce Motor Cars erzielte per September einen Absatz von 2651 Fahrzeugen (-28,5 Prozent).

In der Region Europa wurden in den ersten neun Monaten 648.494 (‑19,7 Prozent) Automobile der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ausgeliefert. In Deutschland ging der Absatz der BMW Group auf 203.442 Einheiten (-14,6 Prozent) zurück. In China setzte sich die Erholung aus dem zweiten Quartal fort: Per September stieg der Absatz der BMW Group in ihrem größten Markt auf einen Rekordwert von 560.367 Einheiten (+6,4 Prozent). In den USA wurden in den ersten neun Monaten 200.286 (-24,6 Prozent) Automobile abgesetzt.

BMW Motorrad konnte seine Auslieferungen im dritten Quartal auf 52.892 (+20,9 Prozent) Motorräder und Maxi-Scooter steigern. Der Umsatz belief sich entsprechend auf 637 Mio. € (Vj.: 558 Mio. € / +14,2 Prozent). Das EBIT stieg auf 45 Mio. € (Vj.: 35 Mio. € / +28,6 Prozent). In den ersten drei Quartalen wurden 129.599 Einheiten übergeben (-5,4 Prozent). Der Umsatz belief sich auf 1.716 Mio. € (Vj.: 1.871 Mio. € / -8,3 Prozent). Das EBIT lag bei 110 Mio. € (Vj.: 226 Mio. € / -51,3 Prozent) und die EBIT-Marge entsprechend bei 6,4 Prozent (Vj.: 12,1 Prozent).

Im Segment Finanzdienstleistungen lag der betreute Vertragsbestand mit Endkunden zum 30. September 2020 bei 5.578.149 Verträgen (31. Dezember 2019: 5.486.319 / +1,7 Prozent). Im dritten Quartal betrug die Zahl der Neuverträge mit Endkunden im Finanzierungs- und Leasinggeschäft 538.351 (Vj.: 504.217 / +6,8 Prozent). Der Umsatz lag bei 7799 Mio. € (Vj.: 7471 Mio. € / +4,4 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 458 Mio. € (Vj.: 597 Mio. € / -23,3 Prozent). In den ersten neun Monaten wurden 1.342.803 (Vj.: 1.475.504/ ‑9,0 Prozent) Neuverträge abgeschlossen. Der Umsatz lag mit 22.055 Mio. € auf Vorjahresniveau (21.981 Mio. € / +0,3 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 1039 Mio. € (Vj.: 1797 Mio. € / -42,2 Prozent).

In der Gesamtsicht 2020 geht die BMW Group weiterhin davon aus, dass in allen wesentlichen Märkten die Nachfrage aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus und der notwendigen Eindämmungsmaßnahmen erheblich beeinträchtigt sein wird. Im Segment Automobile dürfte der weltweite Absatz im Jahr 2020 dadurch deutlich unter Vorjahresniveau liegen. Im Segment Finanzdienstleistungen wird im Wesentlichen aufgrund des negativen konjunkturellen Ausblicks von einem Rückgang im Neugeschäft sowie von einem gegebenenfalls volatileren Risikoumfeld ausgegangen. Im Segment Motorräder werden die Auslieferungen im Prognosezeitraum nunmehr moderat unter dem Niveau des Vorjahres erwartet.

Die Mitarbeiterzahl soll leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Das Unternehmen wird die bereits kommunizierten Personalmaßnahmen nutzen, um den Personalumbau voranzutreiben.

Veröffentlicht am 05.11.2020

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