Daimler-Hauptversammlung: Die Ära Zetsche endet
Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen Absatz und Umsatz weiter gesteigert. Der Konzern mit seinen fast 299 000 Beschäftigten steigerte den Absatz um 2,4 Prozent 3,4 Millionen Fahrzeuge. Der Umsatz stieg um über drei Milliarden Euro auf 167,4 Milliarden Euro. Das EBIT betrug 11,1 Milliarden Euro und lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (14,3 Mrd. Euro). Das Konzernergebnis ging von 10,6 Milliarden auf 7,6 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis je Aktie verringerte sich auf von 9,61 auf 6,78 Euro.
Die Hauptversammlung stimmte einer Dividende von 3,25 Euro pro Aktie zu, das sind 40 Cent weniger als im Vorjahr. Die Ausschüttungssumme beträgt damit 3,5 Milliarden Euro (minus 400 Millionen Euro). Die Dividende ist dennoch die zweithöchste in der Unternehmensgeschichte.
Die Aktionäre segneten auch die geplante neue Konzernstruktur ab. Sie sieht die Ausgliederung des Pkw- und Van-Geschäfts sowie der Lkw- und Bus-Sparte in rechtlich selbstständige Einheiten vor. Angestrebt wird die Umsetzung zum 1. November. Ab diesem Zeitpunkt soll die Mercedes-Benz AG die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans verantworten, während die Bereiche Daimler Trucks und Daimler Buses unter der Leitung der Daimler Truck AG stehen sollen. Die bereits rechtlich selbstständige Daimler Financial Services AG wird ab 24. Juli Daimler Mobility AG heißen.
Veröffentlicht am 23.05.2019
