Der AvD unterstützt eine Initiative für mehr regionale Nummernschilder
Im Brief der Rathauschefs, der sich an die zuständigen Ministerien in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen richtet, wird das eigene Autokennzeichen als kostenlose Werbung für ihre Stadt bezeichnet. Es stärke die regionale Identität und wäre eine wertvolle Möglichkeit, das Stadtmarketing zu fördern, heißt es weiter. Unter den Unterzeichnern sind die Bürgermeister von bevölkerungsreichen Kommunen wie Rheine (80.000 Einwohner), Sindelfingen (65.000), Bad Vilbel (36.000) und Herzogenaurach (26.000).
Das Ergebnis von Bürgerbefragungen in einigen dieser Mittelstädte ist eindeutig: Während sich im schwäbischen Königsbrunn (28.000 Einwohner) in einer städtischen Online-Umfrage rund 60 Prozent für ein eigenes Kennzeichen aussprachen, waren es im nordhessischen Baunatal (29.000 Einwohner) 72 Prozent und in Vreden im Münsterland (24.000 Einwohner) sogar 82 Prozent.
Der Weg führt mit einem Antrag auf Änderung der Fahrzeugzulassungsverordnung über die Landes-Verkehrsministerien an die Bundesbehörde. Anschließend müsste dieser noch durch den Bundesrat. Der Verwaltungsaufwand hält sich also in Grenzen und für die Zulassungsstellen der Kommunen würde es lediglich ein Softwareupdate bedeuten, betont der AvD.
Während neue Kennzeichen mit regionalem Bezug begrüßt werden, spricht sich Deutschlands ältester Automobiclub aber auch klar für eine Grenze aus: Reine Fantasiebezeichnungen, wie sie beispielsweise in einigen US-Bundesstaaten, in Dubai oder Neuseeland erlaubt sind, sollten weiterhin tabu bleiben. Ein Wunschkennzeichen sollte auch weiterhin mindestens eine Ortskennung beinhalten. Weitestgehend frei wählbar seien ja heute schon je nach Verfügbarkeit die der Ortskennung nachfolgenden Buchstaben-Zahlenkombinationen. (aum)
Veröffentlicht am 19.08.2025
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