2020-08-04 14:51:00 Automobile

Die GTÜ rät: Verschleißteile im Blick behalten

In diesem Sommer ist vieles anders. Das Coronavirus beeinflusst auch weiterhin die Urlaubsplanung und -möglichkeiten. Das Auto ist als Verkehrsmittel für die Fahrt in die Ferien noch beliebter als sonst. Der aktuelle Sicherheitsvorteil im Vergleich zu Zug und Flug liegt auf der Hand: Im eigenen Wagen gibt es keine Ansteckungsgefahr durch Dritte. Damit die Fahrt in die Ferien auch technisch möglichst sicher und problemlos verläuft, rät die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) vor der Reise zum Urlaubscheck in einer Fachwerkstatt.

„Hier ist die Werkstatt Ihres Vertrauens die beste Wahl, denn diese kennt das Fahrzeug gut“, sagt Thomas Caasmann, Referent im Kompetenzzentrum der GTÜ in Stuttgart. Der Blick sollte vor allem auf den Zustand der Verschleißteile gehen. Typische Verschleißerscheinungen an Fahrzeugbauteilen sind Abnutzung und Korrosion. Sie können sogar bis hin zum Versagen eines Teils führen, warnt Jeremias Bernhardt, Fachgruppenleiter im GTÜ-Kompetenzzentrum.
Besonders häufig betroffen sind Bremsanlage, Auspuffanlage, Fahrwerk und Karosserie.

Die jährlich mehr als acht Millionen Hauptuntersuchungen (HU) bei der GTÜ haben gezeigt, dass der stärkste Verschleiß durch Kurzstreckenbetrieb auftritt. Denn dann werden zum Beispiel Motor und Abgasanlage nicht richtig warm. So kann es durch das bei der Verbrennung entstehende Wasser zu Korrosion in der Abgasanlage von innen nach außen kommen, oder es entstehen Emulsionen im Motoröl. Zudem können Bremsscheiben bei überwiegenden Bremsungen im unteren Teillastbereich zur Rostnarbenbildung neigen. Wenn man dann im Vollastbereich bremst, kann die Verzögerungsleistung dann vermindert sein. Vielfahrer hingegen, die regelmäßig lange Strecken zurücklegen, sind meist weniger betroffen. „Hier gibt es keine typischen Verschleißbilder“, sagt Thomas Caasmann.

Das Geld für einen Autocheck vor dem Urlaub und den daraufhin eventuell notwendigen Teiletausch ist gut angelegt, rechnet die GTÜ vor. Materialkosten zum Beispiel für Keilriemen, Zahnriemen oder Thermostate für den Kühlkreislauf beliefen sich jeweils nur auf einen geringen zweistelligen Euro-Betrag. Ein Defekt solcher Komponenten könne jedoch schnell zu einem Motorschaden führen, mit Kosten von mehreren tausend Euro.

Die Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisiation rät auf jeden Fall zu Ersatzteilen mit nachverfolgbarer Markenqualität. Diese müssen nicht unbedingt vom Fahrzeughersteller selbst stammen, denn auch dieser bezieht ja seine Teile oft von namhaften Zulieferern, welche die gleichen Teile in der identischen Qualität unter dem Eigennamen verkaufen. (ampnet/jri)

Veröffentlicht am 04.08.2020

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/GTÜ
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