GDV-Auswertung: Autoreparaturen so teuer wie nie
Mit dem erneuten Preisanstieg setzt sich eine Entwicklung fort, die der GDV seit 2017 beobachtet. „Die Werkstattkosten steigen deutlich schneller als die allgemeine Teuerung“, erklärt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Während der Verbraucherpreis-Index von 2017 bis 2024 um etwa 24 Prozent angezogen hat, haben Werkstätten und Lackierereien ihre Stundensätze im selben Zeitraum um 50 Prozent erhöht.“ Besonders belastend für Verbraucher wie Versicherer: Nicht nur die Arbeitskosten, auch die Preise für Ersatzteile steigen kontinuierlich.
Für die Kfz-Versicherer bedeutet diese Entwicklung wachsende Belastungen. Ein durchschnittlicher Pkw-Sachschaden kostete 2024 in der Haftpflichtversicherung rund 4250 Euro – sieben Prozent mehr als 2023 und fast 60 Prozent mehr als 2017. Neben den höheren Werkstattpreisen treiben die immer komplexer werdenden Fahrzeuge mit ihren verbauten Technologien die Kosten zusätzlich in die Höhe.
Die Folgen sind spürbar: In den vergangenen zwei Jahren summierten sich die versicherungstechnischen Verluste der Branche auf fast fünf Milliarden Euro. Viele Anbieter haben daraufhin ihre Beiträge angehoben. Für 2025 erwartet der GDV zwar eine Rückkehr in die Gewinnzone, warnt jedoch vor anhaltendem Preisdruck.
Die Zahlen basieren auf Daten der Sachverständigenorganisation DEKRA und geben Entwicklungen seit 2017 wieder. Klar ist: Wer künftig sein Auto reparieren lässt, muss tiefer in die Tasche greifen – und auch die Kfz-Versicherung dürfte auf absehbare Zeit nicht günstiger werden. (aum)
Veröffentlicht am 01.10.2025
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