Honda Prelude: Comeback für ein japanisches Coupé
Obwohl der teilelektrifizierte Prelude über kein mechanisches Getriebe verfügt, werden ähnlich schnelle Gangwechsel wie bei einem Acht-Gang-Doppelkupplungsgetriebe simuliert. Der spezielle Modus wird aktiviert, indem der Fahrer auf die „S+ Shift“-Taste auf der Mittelkonsole drückt. Anschließend kann er über die Paddles hinter dem Lenkrad schalten.
Im Alltagsmodus soll sich der Prelude dagegen so entspannt wie ein klassisches Automatikauto fahren. Für Komfort und Dynamik sorgen serienmäßige adaptive Dämpfer sowie verschiedene Fahrprogramme, die je nach Bedarf entweder die Sportlichkeit oder ein entspanntes Cruisen in den Vordergrund rücken.
Mit einem digitalen Kombiinstrument und frei stehendem Multimediasystem präsentiert sich das Coupé im Innenraum aufgeräumt und modern. Erfreulicherweise gibt es weiterhin echte Drehregler und Tasten für Funktionen wie Heizung und Klimatisierung. Honda widersteht also dem Trend, sämtliche Bedienelemente in den Touchscreen zu verfrachten. Lobenswert, denn das dient letztendlich der Sicherheit und lenkt nicht vom Fahren ab.
Das Platzangebot ist insgesamt in Ordnung. Vorne gibt es genug Bewegungsfreiheit, die Sportsitze bieten einen guten Halt und sind bequem. In seinem Fond zeigt sich der schnittig gezeichnete Prelude dagegen als typischer 2+2-Sitzer, denn der Raum reicht hier allenfalls für den Nachwuchs aus. Noch hält sich Honda mit vielen Informationen und weiteren technischen Details zurück und verweist auf den Marktstart im nächsten Frühjahr.
Zum Preis gibt es ebenfalls noch keine Angaben, doch wir schätzen ihn auf rund 50.000 Euro. Damit könnte der Honda Prelude abseits der vielen SUV eine erfrischende Bereicherung auf unseren Straßen werden – auch wenn das Mittelklasse-Coupé nur eine kleine, vom Aussterben bedrohte Nische besetzt. (aum)
Veröffentlicht am 11.09.2025







