Im Rückspiegel: Dieser Opel war seiner Zeit voraus
Der Opel Maxx war ein Konzept für ein zukünftiges Stadtfahrzeug. Anstelle von gepressten Stahlblechen wurde die Karosserie in Modulbauweise aus Aluminium-Profilen hergestellt. Die verschiedenen Abschnitte wurden zu einer Zelle zusammengeschweißt. Dank der flexiblen Fahrzeugarchitektur wären Versionen wie Cabrio, Pick-up, Offroader, Van oder Taxi denkbar gewesen. Obwohl die Abmessungen fix waren, hätten die Kunden Karosserie und Innenausstattung auch nach Abholung des Fahrzeugs ändern können.
Mit einer Länge von 2,97 Meter sowie einer Breite und Höhe von 1,58 Meter erinnert der Maxx ein wenig an den Smart. Trotz seiner kompakten Abmessungen bot der 650 Kilogramm leichte Zweitürer aber deutlich mehr Platz. Eine in die Aluminiumstruktur eingebaute Rücksitzbank machte den Mini zum Viersitzer. Wenn der Kunde viel Gepäck mitnehmen wollte, konnte er sich für zwei Sitze plus einen Laderaum entscheiden, der ungefähr so groß war wie der eines damaligen Astra-Kombis.
Von den Mittelklassemodellen Vectra und Omega stammte die McPherson-Federbein-Vorderradaufhängung. Den Krafstofftank platzierten die Ingenieure für größtmögliche Sicherheit zwischen den Hinterrädern, während die Aluminiumstruktur das hintere Ende schützend umschloss und vorne eine verformbare Struktur bildete.
Der neue Benziner wies einen Hubraum von 973 Kubikzentimetern auf. Bevor er in Serie ging, legte der Dreizylinder seine ersten Kilometer in zwei Prototypen des Maxx zurück. Er mobilisierte 50 PS (37 kW) bei 5000 Umdrehungen in der Minute und 90 Newtonmeter Drehmoment bei 2500 U/min. Dank des geringen Fahrzeugewichts reichte das für eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 12,1 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 151 km/h. Im damals aktuellen Testzyklus „Euromix“ kam der Opel bei konstant Tempo 90 auf einen Verbrauch 3,9 Litern Benzin auf 100 Kilometer. (ampnet/jri)
Veröffentlicht am 08.06.2020
