Kommentar: CO₂ und der gesunder Menschenverstand
Bei Ihrer Auswertung von 19 Studien und47 Szenarien kommen die Münchner in ihrer Studie mit dem Titel „Defossilisation statt Dekarbonisation“ offenbar zu dem Schluss, dass batterieelektrische Pkw über ihren gesamten Lebenszyklus im Mittel nur 41 Prozent weniger CO₂ beziehungsweise Treibhausgasemissionen als vergleichbare Verbrenner emittieren, also eben nicht die Brüsseler Definition von „emissionsfrei“ erfüllen. Außerdem kommt die TUM-Studie offenbar zu dem Schluss, dass 2030 noch 78 Prozent der gesamten Fahrzeugflotte mit Verbrennungsmotoren betrieben werden.
Wie auch immer die korrekten Daten aus München lauten – so viel ist klar: Auch ein neuer Streit der Gutachter, Experten und Studienautoren führt nicht an der Einsicht vorbei: Es gibt heute keinen CO₂-freien Antrieb. Wenn wir den Klimaziele dennoch weiter folgen wollen, werden wir gegenüber anderen Antriebssystemen und deren Fortschritten bei der Reduktion von Klimagasen toleranter werden müssen. Es wird Zeit, Physik über die Politik zu setzen und sich an den heute leider politisch unkorrekten Begriff „Technlogieoffenheit“ zu gewöhnen.
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Diese Meinung wird an dieser Stelle niemanden überraschen. Unsere Autoren haben oft auf die Möglichkeiten der Vielfalt bei Antrieb und Treibstoff hingewiesen. Wir sind deswegen inzwischen auch shitstormerprobt, bleiben aber trotzige Freunde der Elektromobilität. (aum).
Veröffentlicht am 30.08.2026
Hintergrund & MeinungKommentarTUMElektroautosCO2-EmissionenProgose. Bestand2023

