2026-06-08 09:46:00 Automobile

Magirus lässt Core und Flex fallen

Carzoom.de
Fotos: Magirus via Autoren-Union Mobilität

Magirus wird die 2024 vorgestellten Aufbaukonzepte Core und Flex in ihrer bisherigen Form nicht weiterverfolgen. Der Feuerwehrfahrzeughersteller, der sich derzeit in einer strategischen Neuausrichtung befindet, begründet diesen Schritt damit, dass „zentrale Annahmen hinsichtlich Skalierungseffekten, Wirtschaftlichkeit und praktischer Umsetzbarkeit unter realen Marktbedingungen nicht in der ursprünglich geplanten Form realisierbar sind“. Gleichzeitig habe sich gezeigt, dass der tatsächliche Mehrwert einzelner Entwicklungsansätze für viele Feuerwehren begrenzt sei.

„Unser Anspruch bleibt es, Feuerwehrfahrzeuge wirtschaftlich sinnvoll, langfristig bezahlbar und gleichzeitig qualitativ hochwertig anzubieten“, sagte Geschäftsführer Fatmir Veselaj.
Bereits laufende Kundenprojekte würden individuell geprüft und in enger Abstimmung mit den jeweiligen Feuerwehren und Partnern fortgeführt.

Im Mittelpunkt der künftigen Unternehmensstrategie stehen neue Ansätze für die nächste Fahrzeuggeneration. Dabei sollen individuelle Kundenbedürfnisse ebenso berücksichtigt werden wie ein hohes Maß an Flexibilität bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit. Die Erkenntnisse aus den Entwicklungsarbeiten an Core und Flex fließen in diese Planungen ein.
Parallel zur Produktstrategie überprüft Magirus derzeit die zukünftige Aufstellung seiner europäischen Fertigungsstandorte. Ziel ist eine klare Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe sowie die optimale Nutzung der vorhandenen Kompetenzen an den Standorten Ulm und Premstätten. Entgegen früheren Überlegungen werde es keine im Zusammenhang mit Core diskutierten Personalabbauprogramme geben, betont das Unternehmen.

Mit der Concept Team Cab gab Magirus auf der Interschutz bereits einen Ausblick auf neue Möglichkeiten im Bereich zukünftiger Mannschaftskabinen. Das in Hannover ausgestellte begehbare Konzeptmodul setzt auf einen innovativen Holzverbundansatz und soll gemeinsam mit Feuerwehren, Experten und Entscheidern Impulse für einen offenen Dialog über Materialien, Gewicht, Reparaturfähigkeit, Nachhaltigkeit und künftige Anforderungen im Feuerwehrfahrzeugbau geben. (aum)


Veröffentlicht am 08.06.2026

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