2025-08-08 10:11:00 Automobile

Neuer Porsche 911 für den Cup

Carzoom.de
Fotos: Porsche via Autoren-Union Mobilität

Zehn PS mehr und ein einfacheres Handling zeichnen den neuen Porsche 911 Cup aus, der in der nächsten Markenpokalsaison in Kundenhand an den Start geht. Die Zusatzbezeichnung GT (GT3 Cup) entfällt und bleibt künftig nur noch Fahrzeugen markenoffener Rennserien oder eines bestimmtes Segments vorbehalten.

Der wassergekühlte 4,0-Liter-Sechszylinder bleibt ein Sauger und leistet nun 520 PS (382 kW). Eine automatische Motor-Neustartfunktion greift ein, sobald der Fahrer nach einem unbeabsichtigten „Abwürgen“ das Kupplungspedal durchtritt. Eine Stroboskop-Funktion der Bremslichter warnt nachfolgende Fahrer, beispielsweise während einer Startphase. Zuvor hatte der Warnblinker diese Sicherheitsfunktion übernommen.

Nach 1130 gebauten Exemplaren setzt sich die Weiterentwicklung auch optisch von Vorgänger ab. So greift das Bugteil das Design des 911 GT3 der Generation 992.2 auf. Die Frontspoiler-Lippe besteht fortan aus drei Teilen. So müssen nach Fremdkontakten nur noch die beschädigten Elemente ersetzt werden, dies senkt auch beim Ersatzteilversand die Verpackungs- und Transportkosten. Dem gleichen Zweck dient der Wegfall des Tagfahrlichts: Damit kann es bei einer Kollision weder die dahinter liegenden Kühler beschädigen, noch muss es anschließend ersetzt werden.

Die Kotflügel erhalten integrierte Louvres-Öffnungen. Sie sorgen für die Entlüftung der Radhäuser und verbessern hierdurch den aerodynamischen Abtrieb an der Vorderachse. Das gleiche gilt für den aerodynamisch optimierten Unterboden. Auch die sogenannten Turning Vanes hinter den vorderen Radhäusern wirken sich vorteilhaft auf die Luftführung aus. Das Zusammenspiel dieser Komponenten ermöglicht speziell bei hohen Geschwindigkeiten ein noch schärferes Ansprechen der Vorderachse.

Das aggressiver gestaltete Heckteil des neuen 911 Cup stellt eine komplette Neuentwicklung dar. Der Schwanenhals-Heckflügel erhält eine modifizierte Anbindung zu den Flügelstützen. Dies vereinfacht die Positionseinstellung und das Handling. Die Motorraumabdeckung bekommt ein grundsätzlich modifiziertes Design. Ebenso wie nahezu alle Karosserie-Anbauteile inklusive der Türen bestehen sie aus einem recycelten Karbonfaser-Vlies in Kombination mit einem biobasierten Epoxydharz.

Angepasste Lenkanschläge ermöglichen der elektrisch unterstützten Servolenkung kleinere Kurvenradien. Das umgestaltete Multifunktionslenkrad erhält zentrale Drehregler zur Einstellung der ABS-Eingriffe und der Traktionskontrolle. Das zentrale Schaltpult neben dem Sitz bleibt für den Fahrer hat künftig acht statt zehn Schalter. Ein Knopf unten rechts führt auf eine weitere Menüseite des Displays. Das Anschließen eines Laptops ist nicht mehr nötig und vereinfacht die Arbeit der Teams. Eine zusätzliche Schaumstoffverkleidung auf der Innenseite des Türkreuzes schützt die Arme, Beine und Füße des Fahrers.

Porsche bietet den 911 Cup zum Nettopreis von 269.000 Euro an. (aum)


Veröffentlicht am 08.08.2025

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