2026-02-27 16:21:00 Automobile

Neuheiten für den Fahrrad-Frühling

Carzoom.de
Fotos: pd-f via Autoren-Union Mobilität

Über Wochen hatte der Winter Deutschland im Griff, jetzt beginnt der Frühling. Und damit auch die neue Zweirad-Saison. Zahlreiche Neuheiten aus der Fahrradbranche machen Lust darauf, wieder in den Sattel zu steigen. Motorunterstützung oder reine Muskelkraft, Laderaum oder Anhänger, Alltagsvehikel oder Sportgerät, Waldpfad oder Asphaltband, Reisefahrzeug oder Spielmobil – es sind viele Fragen zu klären, um die Entscheidung für das jeweils passendste Fahrrad treffen zu können. Das Angebot an Bikes für jede Gelegenheit fächert sich immer weiter auf, die Hersteller rollen mit immer neuen Ideen in immer noch kleinere Nischen.

Trend 1: Crossover-Bikes

Da ist es fast logisch, dass sich inzwischen ein Gegentrend zur immer feineren Differenzierung entwickelt hat: Crossover-Bikes. Das sind Fahrräder, die mehrere Vorteile unterschiedlicher Fahrrad-Typen kombinieren – etwa E-Motor, tiefer Einstieg, Rücktrittbremse oder auch, je nach persönlicher Vorliebe, Automatikschaltung, Ladevorrichtungen, Fern- und Bremslichtfunktion, GPS-Navigation und -Tracking, Vollfederung oder per Knopfdruck absenkbare Sattelstützen. In der Szene spricht man auch von „Fahrrad-SUV“. Neue E-Bikes aus dieser Kategorie sind zum Beispiel das Modell Tresalo 5 vom Hersteller Victoria Bikes zum Preis von 2999 Euro oder das Charger 5 von Riese & Müller, dessen Preis bei 4799 Euro beginnt. Auch das G1 Upstreet von Flyer (ab 5199 Euro) sowie das Sinus FS R5f Pro von Winora (ab 6299 Euro) gehören in diese Kategorie der Allround-E-Bikes, die hohen Komfort mit exzellenten Fahreigenschaften und cleverer Technik verbinden.

Trend 2: Gravelbikes

Es stimmt, so ganz neu ist dieser Trend nicht mehr, aber Gravelbikes sind nach wie vor das große Ding unter den sportlichen, nicht-motorisierten Fahrrädern. Weder Rennrad, noch Mountainbike, sondern irgendwo dazwischen – so lassen sich Gravelbikes am besten charakterisieren. Gedacht sind sie für längere, sportliche Touren mit langen Passagen über Feld- oder Waldwege, Gravel (deutsch: Schotter) eben.

Zwei neue, ebenso alltags- wie tourentaugliche Modelle sind beispielsweise das Camino Pro Di2 des Herstellers Stevens mit Karbonrahmen und elektronischer Gangschaltung (ab 4299 Euro) sowie das Daytona Pi Smart ICR von Kocmo mit Titanrahmen, Zentralgetriebe und ebenfalls elektronischer Schaltung (ab 6700 Euro). Die Gravel-Begeisterung im Fahrradpublikum ist inzwischen so groß, dass es auch spezielles Zubehör für diese Art des Vorwärtskommens gibt: Einen ergonomisch durchdachten und für ruppige Passagen konzipierten Spezialsattel von Ergon zum Beispiel, ebenso eine Satteltasche mit Schnellverschluss von Ortlieb, neue Gravel-Reifen namens G-One Overland von Schwalbe sowie einen extra dick gepolsterten Gravel-Helm von Abus.

Trend 3: Kind & Bike

Laufräder sind für viele Kinder der Einstieg in die selbstbestimmte Mobilität. Der Hersteller Puky, dessen Laufräder bei schönem Wetter auf nahezu jedem Spielplatz hierzulande mit Begeisterung bewegt werden, stellt jetzt das neue Modell Next vor. Der Clou: Das Mini-Bike zum Preis von 150 Euro wird mit 12-Zoll-Rädern ausgeliefert, wächst aber mit dem Kind mit und lässt sich mit 14-Zoll-Rädern vergrößern. Lenker- und Sattelhöhe können ebenfalls angepasst werden. Diese Idee wird sozusagen fortgesetzt beim Kinder-Mountainbike Groot 246 der Marke Eightshot, bei dem zwischen den Radgrößen 24- und 26-Zoll gewechselt werden kann.

Auch im Segment der Kinder-Anhänger gibt es eine nützliche Innovation: Hersteller Croozer hat mit dem Modell Lykke (1200 Euro) einen Falt-Anhänger mit Sitzplätzen für zwei Kinder im Angebot, der sich mit zwei Handgriffen auf eine Breite von lediglich 40 Zentimetern zusammenklappen und damit auch in engen Garagen oder Hausfluren abstellen lässt.

Trend 4: Cleveres Zubehör

Fahrrad fahren soll vor allem Spaß bereiten. Und das funktioniert am besten, wenn sowohl Bike als auch das Zubehör passt. Auch in diesem Bereich gibt es für die neue Saison zahlreiche Neuheiten. Beispielsweise eine praktische, schicke und wasserdichte Umhängetasche namens Velo-Sling Flex von Ortlieb, die mittels eines Adapters mit einem Griff am Lenker fixiert werden kann (ab 80 Euro). Hilfreich und förderlich für die Fahrsicherheit ist auch die bereits 2024 erfolgte Zulassung von Fahrradblinkern. Ziemlich praktisch zum Nachrüsten sind die neuen Akku-Blinker Turndtec T2 von Busch + Müller, die sich an den Lenkerenden anbauen und dort per Druck mit dem Handballen bedienen lassen. Die Akkus werden über einen USB-C-Anschluss geladen (125 Euro).

Neu im Reparatursortiment wiederum sind die aus dem Rennsport bekannten TPU-Schläuche, die nun auch für ganz normale Bikes angeboten werden und die Pannensicherheit deutlich erhöhen. Ultra Protect heißt das Produkt von Aeron (ab 25 Euro). Und schließlich gibt es sofort auch ein Pflegemittel für Fahrräder mit Riemenantrieb: ein Spray um den Karbonriemen geschmeidig und leichtgängig zu halten. Die Belt Care Riemenversiegelung vom Hersteller Gates kostet ab 10 Euro. (aum)

Veröffentlicht am 27.02.2026

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