2026-10-11 18:26:00 Automobile

Paris 2026: Der Opel STX Concept zeigt aerodynamische Finesse

Carzoom.de
Fotos: Opel via Autoren-Union Mobilität

Seit zehn Jahren zeigt sich Opel zum ersten Mal wieder auf der Mondial de l’Automobile in Paris und bringt mit der Studie STX einen Ausblick auf das kommende Design der Marke. Dabei geben die drei Buchstaben einen deutlichen Hinweis auf ein künftiges Serienmodell. „STX“ steht für Sports Tourer Experimental. Vor der Anglifizierung liefen die Opel-Kombis seit Anfang der 1950er Jahre als Caravans von den Bändern in Rüsselsheim und Bochum. Aktuell erreichen die Kombiversionen der Astra-Baureihe einen Anteil von 60 bis 65 Prozent bei den Zulassungen.

Trotz des globalen Trends zu den sogenannten sportlichen Vielzweckfahrzeugen (SUV) bleibt Opel dem klassischen Kombi treu, der vor allem bei Familien sehr beliebt ist. Der STX interpretiert dies Karosserieform nun neu, und zeigt mit der Studie die neue Ausrichtung des Markendesigns.

„Der STX Concept gibt einen Vorgeschmack darauf, wie aufregend und emotional der Kombi von morgen sein kann“, blickt Opel-Chef Florian Hüttl in die Zukunft. „Die Studie“, so Hüttl, „zeigt charakteristische Merkmale, die sich in künftigen Opel-Modellen wiederfinden werden.“ Dazu gehört die neue Gestaltung des Opel Vizor, der, so ein Markensprecher, das „neue Gesicht der nächsten Opel-Modelle sein wird“. Die Frontpartie ist beim STX deutlich gewachsen und besitzt eine neue Lichtsognatur mit dem beleuchteten Blitz im Zentrum.

„Bei der Entwicklung des STX standen die Aerodynamik und die Funktionalität im Vordergrund“, beschreibt Designer Florian Theis das Konzept der Studie, mit der die seit 2027 eingesetzte Designsprache „Bold and Pure“ weiterentwickelt wird. Die aerodynamische Feinarbeit zeigt sich auch am Heck, das nach den Ideen des deutschen Aerodynamikers Wunibald Kamm gestaltet wurde. Kamm hatte diese Form bereits 1935 zusammen mit seinem Kollegen Reinhard Freiherr von Koenig-Fachsenfeld zum Patent angemeldet. Als willkommener Nebeneffekt erzeugt der steile Heckabschluss ein großzügiges Gepäckabteil für den Familienurlaub. „Wir haben beim STX unsere Messlatte bewusst hoch angesetzt“, erklärt Florian Theis. Der STX ist nach dem Verständnis der Opel-Designabteilung auch ein bewusstes Zeichen gegen den SUV-Trend und „gibt“, so Theis, „den Kunden, die keinen SUV kaufen wollen, eine Alternative“.

Um die Aerodynamik – der genaue cw-Wert bleibt noch Opels Geheimnis – zu optimieren, besitzt der STX ein aktives System, bei dem das Fahrzeug während der Fahrt der aktuellen Situation angepasst wird. Dazu nutzt der STX bewegliche Elemente an den Seitenflächen des Hecks, um den Luftstrom der Geschwindigkeit anzupassen. Außerdem fahren bei entsprechender Geschwindigkeit blau gefärbte Diffusoren unter dem Heck aus, um die Abrisskante zu verlängern, um so den Luftwiderstand weiter zu verbessern und eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen.

Der in eine nahtlos glatte Karosserie eingekleidete STX ist für einen Elektroallradantrieb mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt. Der STX steht aktuell auf aerodynamisch optimierten Leichtmetallrädern mit Goodyear-Reifen der Dimension 285/35 R22.
Im Innenraum entwarfen die Rüsselsheimer Kreativen ein Interieur mit immersiven Lichtelementen. Für die Sitze wählten die Entwickler spezielle Leichtbausitze.
Bleibt am Ende die Spekulation, ob die Astra-Limousine angesichts des hohen Anteils der Kombiversionen bei der nächsten Generation der Baureihe im Programm bleibt. (aum)

Veröffentlicht am 11.10.2026

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