2021-10-21 11:31:00 Automobile

Sondermodelle von Alfa Romeo mit viel Tradition

Carzoom.de
Fotos: Autoren-Union Mobilität/Stellantis

Vor knapp 60 Jahren schuf Alfa Romeo ein völlig neues automobiles Segment. Mit der 1962 auf den Markt gerollten Giulia waren die damals den Markt beherrschenden klassischen Limousinen mit einem Schlag langweilig. Die Italiener hatten es verstanden, die praktischen Elemente der Familientransporter mit sportlichen Eigenschaften zu vereinen und brachten so einen gewaltigen Schuss Emotion in das bis dahin wenig aufregende Segment.

Vier Türen, Platz für das Urlaubsgepäck und ein auf die Fahrleistungen abgestimmtes Fahrwerk machten die Giulia auf Anhieb zum Erfolgsmodell. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h gehörte die Limousine zu den Stammgästen auf der Überholspur. Die braven Familientransporter erreichten damals gerade maximal 140 km/h.

Seit fünf Jahren gehört die Giulia wieder zur Alfa-Modellpalette und setzt jetzt eine mit dem Vorgänger begonnene Tradition fort. Mit den Sondermodellen Giulia GT Junior und Stelvio GT Junior erinnert die Marke an den in den 1960er-Jahren produzierten Alfa Romeo Giulia GT Junior, der sich bald zu einer automobilen Ikone entwickelte. Die aktuelle limitierte Sonderserie baut auf der besonders sportlich ausgerüsteten Version Veloce auf. Als optisches Erkennungsmerkmal wählten die Kreativen der Marke die Lackierung „Ocra Lipari“, die bei der ersten Junior-Serie besonders beliebt war. Die kam 1966 als Coupé auf den Markt und legte 1968 den Namenszusatz Giulia ab, um bis zum Produktionsende nach knapp 92.000 gebauten Exemplaren als Alfa Romeo Junior von den Bändern zu rollen.

Im Innenraum erinnern Schriftzug und Silhouette des GT 1300 Junior an das Vorbild von damals, und die elektrisch verstellbaren Ledersitze tragen den gestickten Schriftzug „GT Junior“ an den vorderen Kopfstützen. Als Antrieb wählten die Turiner Entwickler für beide Modelle den bewährten 2,2-Liter-Turbodiesel mit 210 PS (154 kW) und als Alternative den 2,0-Liter-Turbo-Benziner mit 280 PS (206 kW). Der Diesel-Antrieb ist mit einem Allradantrieb kombiniert. Die Kraftübertragung übernimmt ein Acht-Stufen-Automatik-Getriebe, das die Kraft über eine aus Kohlefaser gefertigte Kardanwelle überträgt.

Giulia GT Junior und Stelvio GT Junior rollen auf Leichtmetallfelgen im Fünf-Loch-Design, und optional sind außerdem Aluminium-Schaltwippen am Lenkrad, elektronische Fahrerassistenzsysteme (ADAS) für autonomes Fahren auf Stufe 2, Parksensoren hinten sowie eine Vorrichtung für kabelloses Laden von Smartphones lieferbar.

Die Preisliste für den Alfa Romeo Giulia GT Junior beginnt bei 63.000 Euro. Der Stelvio GT Junior kostet mindestens 69.000 Euro
Neben den beiden Junior-Modellen kommen in diesen Tagen Giulia und Stelvio außerdem als „6C Villa d’Este“ in limitierter Sonderserie auf den Markt. Als Inspiration für diese Versionen blickten die Designer in Turin auf den Klassiker Alfa Romeo 6C 2500 Super Sport zurück, der in den 1940er-Jahren produziert wurde und heute als eines der Meistwerke der Automobilbaukunst gilt. Auf dem Concorso d’Eleganza in der Villa d’Este am Comer See gewann der 6C 2500 Super Sport im Jahr 1949 den begehrten Publikumspreis „Referendum Grand Prix“.

Die beiden Editionsversionen definieren die Turiner Verantwortlichen als „fahrende Wohnzimmer“, allerdings mit den klassischen technischen Merkmalen eines Alfa Romeo. Auch hier hat der Kunde die Wahl zwischen 2,2-Liter-Turbodiesel und 2,0-Liter-Turbobenziner zu den Kunden. Im Alfa Romeo Giulia 6C Villa d’Este leistet der Diesel 190 PS (140 kW) und der Benziner 200 PS (147 kW). Im Stelvio 6C Villa d’Este erreichen die Motoren 210 PS (154 kW) und 280 PS (206 kW). Das in beiden Modellen eingesetzte Acht-Stufen-Automatikgetriebe ist mit dem Allradantrieb der Marke kombiniert. Und wie beim Giulia GT Junior erfolgt die Kraftübertragung über eine Kardanwelle aus Kohlefaser.

Giulia 6C Villa d’Este und Stelvio 6C Villa d’Este kommen mit exklusiven Karosseriefarben auf den Markt. Außerdem unterscheiden sich die beiden Modelle durch die verchromten Rahmen der Seitenfenster sowie Leichtmetallfelgen in der Größe 21 Zoll beim Stelvio und 19 Zoll bei der Giulia von den Serienversionen. Im Innenraum gehören die elektrisch verstellbaren und beheizbaren Sitze aus beigefarbigen Premium-Leder mit dem gestickten Schriftzug „6C Villa d’Este“ auf den vorderen Kopfstützen zu den Highlights der Sonderausstattung. Diese Stickerei findet sich auf der Instrumententafel wieder.

Außerdem gehören auch hier unter anderem Aluminium-Schaltwippen am Lenkrad für manuelle Gangwechsel sowie elektronische Fahrerassistenzsysteme (ADAS) für autonomes Fahren auf Stufe 2 zur Sonderausstattung. Eine Vorrichtung zum induktiven Laden von Smartphones, und eine elektrische Heckklappe sind an Bord.

Der Alfa Romeo Giulia 6C Villa d’Este kostet mindestens 55.000 Euro als Benziner und 57.000 Euro als Turbodiesel. Die Preisliste für den Alfa Romeo Stelvio Villa d’Este beginnt für beide Antriebsversionen bei 67.000 Euro. (aum/ww)

Veröffentlicht am 21.10.2021

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