Stellantis stellt neue Strategie vor
Stellantis will Kapital und Entwicklungsaufwand künftig stärker auf die Bereiche konzentrieren, in denen Volumen, Marge und globale Skalierbarkeit zusammenkommen. Entsprechend rücken Jeep, Ram, Peugeot und FIAT sowie die Transportersparte Pro One besonders in den Mittelpunkt, während die übrigen Marken auf gemeinsame Technik zugreifen, ihre jeweilige Identität aber schärfer herausarbeiten sollen.
Für die Produktseite bedeutet das eine massive Offensive. Bis 2030 plant Stellantis mehr als 60 Neueinführungen und 50 tiefgreifende Modellpflegen. Darunter sind 29 batterieelektrische Fahrzeuge, 15 Plug-in-Hybride oder Range-Extender, 24 Vollhybride sowie 39 Modelle mit Verbrenner- oder Mildhybridantrieb. 70 Prozent der Marken- und Produktinvestitionen fließen dabei in Jeep, Ram, Peugeot, FIAT und die Nutzfahrzeugsparte Pro One.
Auch die technische Basis wird neu sortiert. Über 24 Milliarden Euro sollen in Plattformen, Antriebe und Software fließen. Mit „STLA Brain“, „STLA SmartCockpit“ und „STLA AutoDrive“ will Stellantis ab 2027 zentrale Zukunftstechnologien in die Serie bringen, also vernetzte Elektronikarchitektur, neue Bediensysteme und skalierbare Assistenz- beziehungsweise Automatisierungslösungen. Bis 2030 sollen 35 Prozent des weltweiten Volumens mindestens eine dieser Technologien nutzen.
Parallel setzt Stellantis auf Partnerschaften mit Leapmotor, Dongfeng, Tata, Jaguar Land Rover sowie Technologieunternehmen wie Qualcomm, NVIDIA, Wayve, Uber, Mistral AI und CATL. In Europa soll die Kapazität dagegen um mehr als 800.000 Einheiten abgebaut werden, wodurch die Auslastung der Werke bis 2030 von 60 auf 80 Prozent steigen soll. Zugleich will Stellantis die Entwicklungszeit neuer Fahrzeuge von heute bis zu 40 auf 24 Monate verkürzen. (aum)
Veröffentlicht am 21.05.2026
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