Toyota Land Cruiser V6: Ein Geländewagen für den Rest der Welt
Bei der Entwicklung des Land Cruiser 300 orientierte sich die Mannschaft laut Chefentwickler Takami Yokoo am 1989 vorgestellten Land Cruiser 80 von 1990, dem die besten Geländeeigenschaften aller Generationen nachgesagt werden. Umfangreiche Leichtbau-Maßnahmen drücken das Gesamtgewicht gegenüber dem Vorgänger um 200 Kilogramm, trotzdem ist der Land Cruiser um 20 Prozent steifer geworden. Und weil die Motor-Getriebe-Einheit nach hinten und unten versetzt wurde (ohne dabei die Bodenfreiheit zu verringern), wurden die Fahreigenschaften deutlich verbessert.
Die bislang eingebauten V8-Motoren weichen zwei neuen V6-Aggregaten mit Biturbo-Aufladung. Dabei handelt es sich um einen 3,5-Liter-Benziner mit 415 PS (305 kW) und 650 Newtonmetern Drehmoment sowie einen 3,3-Liter-Diesel mit 309 PS (227 kW) und 700 Nm. Beide Maschinen leiten ihre Kraft über einen Zehn-Stufen-Wandlerautomaten auf alle vier Räder. Für einige Märkte wird es auch einen V6-Saugmotor mit Sechs-Gang-Automatik geben.
Der Innenraum ist mit drei Sitzreihen bestückt und sehr gut ausgestattet, verzichtet aber auf elektronische Gimmicks. Schließlich soll der Land Cruiser auf der ganzen Welt viele Jahre lang klaglos seinen Dienst tun. Außer in Europa. Denn den hiesigen Regulierern verbraucht er zuviel Sprit. Und auf einen Batteriesatz, der nach nur einem Jahrzehnt den Geist aufgeben könnte, haben die Entwickler bei diesem Langzeitauto wohlweislich verzichtet. (ampnet/jm)
Veröffentlicht am 24.06.2021
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